Hunger.Macht.Profite 15
Von 15. Oktober bis 26. November 2026 zeigen die Filmtage zum Recht auf Nahrung österreichweit kritische Dokumentarfilme. Vorbeischauen!
Bereits seit 20 Jahren, seit 2006, zeigen die Filmtage in ganz Österreich wie die industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen führen. Auch dieses Jahr erzählen die Filme gleichzeitig aber auch von Mut und Hoffnung jener Menschen, die Widerstand leisten. An allen Filmtagen gibt es in anschließenden Filmgesprächen die Möglichkeit, mit lokalen Initiativen und Expert*innen über lokale Alternativen und Handlungsoptionen zu diskutieren.
Das sind die Filme:
Toxic Harvest
von Andréa Gema
Deutschland/Südafrika 2025, 64 Minuten, englisch und afrikaans OF, deutsch untertitelt
Profitorientierte Agrarkonzerne verdienen mit dem Verkauf giftiger Substanzen - auch solcher, die in Europa längst verboten sind. Diese Pestizide werden weiterhin in andere Länder exportiert, wo sie Böden, Wasser und Nahrungsmittel belasten. Vor allem aber schaden sie den Menschen, die ihnen ausgesetzt sind. Toxic Harvest beleuchtet die Lebensgeschichten von Betroffenen in Südafrika, die täglich mit hochgiftigen Pestiziden umgehen müssen, und zeigt die gesundheitlichen Folgen, die sie davontragen. Der Film macht jedoch auch Hoffnung: Es geht auch anders – mit einer agrarökologischen Landwirtschaft ganz ohne Pestizide.
Toxic Harvest gibt Menschen, die unter Pestizidvergiftungen leiden, eine Stimme und macht auf die verheerenden Folgen des Pestizidexports aus Europa aufmerksam.
Tevî her tiştî - Trotz alledem
von Robert Krieg
Deutschland 2025, 90 Minuten, kurdisch und arabisch OF, deutsch untertitelt
Zwischen Krieg, politischer Repression und patriarchalen Strukturen gehen kurdische Frauen in Rojava – einer autonomen Region im Nordosten Syriens – ihre eigenen Wege. Der Regisseur begleitet sie in seinem Dokumentarfilm in ihrem Alltag: bei ihrer Arbeit auf dem Feld und bei kunsthandwerklichen Tätigkeiten. Dabei zeigt der Film, wie sie sich ein selbstbestimmtes Leben aufbauen. Im Mittelpunkt stehen eine ehemalige Kämpferin, eine Lehrerin, eine Sporttrainerin und eine gehörlose Künstlerin. Mit starken Bildern werden ihre persönlichen Geschichten erzählt und gezeigt, wie Frauen eine solidarische Gesellschaft aufbauen.
Tevî her tiştî - Trotz alledem ist ein eindrucksvolles Porträt kurdischer Frauen, die mit ihrer Lebensweise Widerstand gegen Unterdrückung leisten.
Milch ins Feuer
von Justine Bauer
Deutschland 2023/2024, 79 Minuten, Hohenlohischer Dialekt OF
Junge Frauen haben es in der Landwirtschaft schwer. Die 17-jährige Katinka möchte Bäuerin werden. Doch traditionellerweise erben Männer den Hof – so ist auch der Betrieb, auf dem sie aufgewachsen ist, ihrem Bruder zugedacht. Für Katinka bliebe nur, wegzuziehen und sich einen Mann mit Hof zu suchen. Doch sie will ihre Heimat nicht verlassen. Milch ins Feuer zeigt die Perspektivlosigkeit, vor der junge Frauen in der Landwirtschaft stehen – und erzählt gleichzeitig die Geschichte einer jungen Frau, die trotzdem versucht, sich eine bäuerliche Zukunft aufzubauen.
Der Spielfilm Milch ins Feuer gibt Frauen in der Landwirtschaft eine Stimme und zeichnet ein authentisches Bild vom Landleben und den Herausforderungen, vor denen junge Frauen stehen.
TiAN – Generation Farmfluencer
von Thomas Schäfer und Meike Hollnaicher
Südtirol 2024, 60 Minuten, Südtiroler Dialekt OF, deutsch untertitelt
Eine junge Generation von Landwirt*innen kommt ins Tun. Sie denken Landwirtschaft neu, bringen frische Ideen ein und stellen sich den Herausforderungen unserer Zeit. TiAN – abgeleitet vom südtirolerischen Dialektwort für „tun“ – steht für diesen Aufbruch. Im Mittelpunkt stehen junge Landwirt*innen, die sich bewusst für ein Leben in der Landwirtschaft entschieden haben. Zwischen Tradition, den Folgen der Klimakrise und ökonomischem Druck gehen sie eigene Wege und machen vor, dass Veränderung möglich ist. Sie zeigen, wie eine Landwirtschaft von Morgen aussehen kann und welche Anpassungen es braucht, auch auf Seiten der Konsument*innen, damit Landwirtschaft nachhaltig funktionieren kann.
TiAN ist eine ermutigende Dokumentation über junge Menschen in der Landwirtschaft und ihre Ideen, um Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen.
Die Termine
Wien
Admiral Kino 15.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Admiral Kino 16.10.2026, 19:00 Uhr – Tevî her tiştî - Trotz alledem
Admiral Kino 17.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Admiral Kino 18.10.2026, 17:00 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer
Niederösterreich
Pfarrheim Lanzenkirchen 20.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Redbox Mödling 22.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Schloss Wolkersdorf 22.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Stadt-Kino Horn 28.10.2026, 20:00 Uhr – Tevî her tiştî - Trotz alledem
Kino im Kesselhaus Krems 29.10.2026, 18:30 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer
Steiermark
Filmzentrum im Rechbauerkino Graz 20.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Stieglerhaus in St. Stefan ob Stainz, 21.10.2026, 19:00 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer
Kärnten
Volkskino Klagenfurt 22.10.2026, 19:30 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer
Kulturverein Container 25 in Hattendorf bei Wolfsberg 23.10.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Oberösterreich
Kino Kirchdorf 11.11.2026, 19:00 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer
Die GIESSEREI Ried im Innkreis 12.11.2026, 19:00 Uhr – Tevî her tiştî - Trotz alledem Lichtspiele Katsdorf 16.11.2026, 19:00 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer
Lichtspiele Lenzing 17.11.2026, 19:30 Uhr – Milch ins Feuer
Kino Freistadt 24.11.2026, 20:00 Uhr – Toxic Harvest
Tirol
Theatersaal im Hotel Tipotsch in Stumm 20.11.2026, 20:00 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer
Vorarlberg
Frauenmuseum 13.11.2026, 19:00 Uhr – Milch ins Feuer
Spielboden Dornbirn 25.11.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest
Altes Kino Rankweil 26.11.2026, 19:00 Uhr – TiAN - Generation Farmfluencer