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Augen auf beim Kauf von Schweinefleisch!

Was steckt hinter den Gütesiegeln, die beim Schweinefleisch den KonsumentInnen eine gute Tierhaltung, exzellente Qualität samt richtiger Herkunft versprechen? Ein neuer Einkaufsratgeber bringt Klarheit.

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Pixabay

Das Bündnis „Fair Ferkel“, zu dem sich VIER PFOTEN, UNITED CREATURES, WIENER TIERSCHUTZOMBUDSSTELLE und der Verband „pro tier“ zusammengeschlossen haben, hat den praktischen kleinen Ratgeber „Augen auf beim Schweinefleischkauf!“ für den Einkauf im Supermarkt herausgegeben. Damit soll allen VerbraucherInnen, denen Tierwohl wichtig ist, eine Orientierung geboten werden.

Der Ratgeber nimmt die wichtigsten Kriterien einer tiergerechten Schweinehaltung unter die Lupe: Kastenstandverbot, Verbot des routinemäßigen Schwanzabschneidens, Verbot betäubungsloser Kastration, Vollspaltenbodenverbot, vorgeschriebenes Stroh, verpflichtender Außenbereich, verpflichtender Zugang zur Weide sowie mehr Platz für die Tiere, als es die gesetzlichen Mindeststandards vorgeben.

„Wir wollten wissen, ob die bekanntesten Logos nur eine gute Werbestrategie fahren oder tatsächlich bessere Haltungsbedingungen dahinterstehen“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Das Ergebnis ist recht ernüchternd: Große Marken, die insgesamt einen Marktanteil von 95 Prozent haben, entsprechen keinem einzigen unserer Kriterien. Bio- oder Tierwohlmarken mit insgesamt 5 Prozent Marktanteil schneiden besser ab. Aber selbst in diesem Bereich erfüllt nur der Biohof Labonca alle unsere Kriterien.

Nur Biohof Labonca erfüllt alle Kriterien

Labonca ist die einzige Marke, bei der die Schweine als Ferkel nicht einfach ohne Betäubung kastriert wurden. Vor kurzem hat Ja!Natürlich ebenfalls eine Umstellung ab 2018 angekündigt.

Somit ist gerade die äußerst schmerzhafte Kastration ohne Betäubung leider noch immer gängige Praxis in Österreich. Vor kurzem wurde sie auch mit der Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung dauerhaft zugelassen, trotz der Proteste von Tierschützern.

Tierwohl beim Kauf berücksichtigen

„Jeder einzelne kann mit seiner Wahl etwas ändern“, sagt die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy. „Schweine, die so gerne suhlen, auf Vollspaltenböden und mit abgeschnittenen Schwänzen zu halten; Sauen, die wochenlang in Kastenständen eingepfercht werden - wollen wir das? All das können wir verhindern, wenn wir bereit sind, bewusster einzukaufen. Unser Einkaufsratgeber im Taschenformat hilft dabei, vermeintlich tierfreundliche von tatsächlich tierfreundlichen Produkten unterscheiden zu können.“

Der Ratgeber „Augen auf beim Schweinefleischkauf!“

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