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Gemeinsam für unsere Bienen

Die Initiative „Blühstreifenaktion – mach mit“ unterstützt auch 2020 unsere Bienen und andere Insekten mit abwechslungsreichen Blühflächen

Eine bunte Blumenwiese.
Bühlstreifen entlang der B127, St.Martin, Foto: Bienenzentrum OÖ

Die oberösterreichische „Blühstreifenaktion – mach mit“ war auch im Jahr 2019 ein voller Erfolg: 662 Kilometer Blühstreifen entstanden entlang Straßen, Wegen und Feldern. Zusätzlich wurden 104 Hektar Blühflächen landwirtschaftlichen, privaten und öffentlichen Flächen angelegt. Insgesamt blühte 2019 in Oberösterreich dadurch eine Fläche von fast 500 Fußballfeldern.

2020 ermöglicht die neue Initiative „Blühpatenschaft – ich mach mit!“ nun auch Privaten und Firmen, die selbst keine geeigneten Flächen zur Verfügung haben, teilzunehmen. Neu sind 2020 auch eine Kooperation mit dem OÖ Landesjagdverband und ein zusätzliches Angebot von Saatgutpaketen.

Warum Blühstreifen?

Blühstreifen unterstützen der Wildbienen und anderer Bestäuber und bieten Nahrungssicherheit in den mancherorts blütenarmen Hochsommermonaten. Durch fortlaufende Versiegelung, intensiv betriebene Landwirtschaft oder sterile Privatgärten finden Insekten immer weniger Lebensgrundlage vor. Blühstreifen können deshalb helfen, dem Artenrückgang und Insektenschwund entgegenzuwirken. Zusätzlich profitieren auch Vögel und Kleinsäuger vom vielfältigen Blütenangebot, da sie in den Blühflächen Nahrung und Rückzugsorte finden. Die Aktion wird vom Bienenzentrum OÖ gemeinsam mit dem Maschinenring OÖ und weiteren Partnern getragen.

„Mut zur Unordnung“

Die Aktion spricht dabei viele unterschiedliche Interessierte an – 2019 waren etwa 300 Landwirte, 79 Privatpersonen, 18 Firmen, 31Gemeinden, 6 Ortsbauernschaften und 3 Verbände in allen Bezirken Oberösterreichs an der Aktion beteiligt. „Gemeinden können aus »öffentlichem Grün« ein »öffentliches Bunt« schaffen.“, so Landesrat Max Hiegelsberger „Immer mehr Gemeinden und Privatpersonen haben Mut zur Unordnung und lassen Blühstreifen und -flächen anlegen. Besonders erfreulich ist, dass sich auch Unternehmen immer stärker für den Bienenschutz einsetzen. In diesen Bereichen ist noch riesiges Potential vorhanden, das dieses Jahr noch besser zur Geltung kommen soll.“

„Auch Kindergärten und Schulen nutzten die Chance, eine Bienenweide anzulegen und integrieren das Thema Bienenschutz und Biodiversität in den Unterricht. Hier kam vor allem das Kompetenzzentrum Wildblumen Maschinenring zum Einsatz“, erklärt Gerhard Rieß, Obmann des Maschinenrings: „Wie groß das Engagement aller Beteiligten ist, sieht man auch daran, dass die Anlage der Blühstreifen ohne Förderung geschieht und das Saatgut sowie die Anlage der Blühstreifen aus der eigenen Tasche finanziert werden.“ Es ist eine große Stärke der Blühstreifenaktion, dass für die angebotenen Saatgutmischungen heimisches Wildblumensaatgut zur Verfügung steht. Die darin enthaltenen Pflanzen sind für die Entwicklung unserer Bienen und blütenbestäubenden Insekten lebensnotwendig.

Zusätzlich ist für 2020 auch eine neue Kooperation entstanden: Saatgutmischungen, mit denen Rückzugs- und Äsungsflächen für Wild geschaffen werden, orientierten sich bisher ausschließlich an den Bedürfnissen des Wilds. In Kooperation mit dem OÖ Landesjagdverband hat das Bienenzentrum OÖ daher eine Saatgutmischung gefunden, die sowohl den Ansprüchen der Blütenbestäuber als auch des heimischen Wilds gerecht werden soll.

Neue Mitmachaktion „Blühpatenschaft – ich mach mit!“

Gemeinsam mit dem Maschinenring hat das Bienenzentrum Oberösterreich die laufende Blühstreifenaktion um das Projekt "Blühpatenschaft - ich mach mit!" erweitert. Ziel ist es, mit Blühpatenschaften auch Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, die keine geeigneten Flächen zur Verfügung haben und gleichzeitig Landwirte zu unterstützen, zusätzliche Blühflächen anlegen und pflegen zu können.

Die Anmeldung für eine Blühpatenschaft erfolgt über die Homepage des Bienenzentrums OÖ (www.bienenzentrum.at/bluehpatenschaft) oder des Maschinenrings (www.maschinenring-bluehpatenschaft.at). Eine Patenschaft kann mit einem finanziellen Beitrag von 60 Cent pro Quadratmeter Blühfläche übernommen werden (ab 25 Quadratmeter bzw. 15 Euro). Begleitend zum Projekt wird es einen Newsletter mit aktuellen Fotos und Infos zu den angelegten Flächen sowie zu Veranstaltungen und Exkursionen geben.

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