Jeder Pflanze ihren Platz
Was bedeutet sonnig, halbschattig, schattig?
Vegetiert eine Zimmerpflanze nur so vor sich hin, sagt ihr der Standort vielleicht nicht zu. Lange, dünne Stängel, die sich zum Licht strecken, blasse, untypische oder schlichtweg weniger Blätter sind Zeichen für Lichtmangel. Braucht die Pflanze hingegen übermäßig viel Wasser und richtet sich auch nach dem Gießen nicht wieder auf, bekommen die Blätter Flecken oder vertrocknen, dann hat sie vielleicht zu viel Sonne erwischt. Das bedeuten die Standortempfehlungen auf der Pflegeanleitung:
SONNIG
Standorte, die täglich mehr als sechs Stunden Sonne bekommen – für Zimmerpflanzen meint dies meist Fensterplätze mit direkter Sonne, maximal zwei Meter vom Fenster entfernt. Passende Pflanzen haben einen hohen Lichtbedarf (ab 2.000 Lux), wie z. B. Bananenpflanze, Yucca oder Rubra. Das Lichtangebot kann man mit einem Lux-Meter – oder im Heimgebrauch mit einer kostenlosen Smartphone-App – nachmessen.
HALBSCHATTIG
Standorte, die täglich vier bis sechs Stunden Sonne bekommen – weil sie im Osten oder Westen liegen oder weil die direkte Sonne (z. B. durch Jalousien) unterbrochen wird. Neben den Fensterbänken im Westen und Osten zählen hierzu auch helle Nordfenster sowie Plätze zwei bis drei Meter vom Südfenster entfernt. Passende Pflanzen haben einen mittleren Lichtbedarf (1.000 bis 2.000 Lux), wie z. B. Baumfreund, Begonien, Pfeilblatt oder Monstera.
SCHATTIG
Standorte mit weniger als vier Stunden Sonne pro Tag. Einige Meter vom Fenster entfernt und niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, gedeihen Pflanzen mit einem geringem Lichtbedarf (500 bis 1.000 Lux) gut, wie Bogenhanf, Efeutute, Einblatt, Glücksfeder oder Drachenbaum.
Daumenregeln: Direkt am Fenster beträgt die Lichtintensität durchschnittlich ca. 2.000 bis 3.000 Lux. Pro Meter Entfernung nimmt die Lichtintensität um ca. 1.000 Lux ab – auch einen halben Meter neben dem Fenster kommt nur mehr ein Viertel des Lichts an.