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Bewerbung & Lebenslauf perfekt formuliert

Egal wie Sie sich bewerben, Ihre Unter­lagen müssen überzeugen um die erste Hürde zum neuen Job zu nehmen. Im Teil 3 unserer Job-Serie erfahren Sie, worauf es bei einer Bewerbung mit Motivations­schreiben und Lebenslauf ankommt.

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Foto: Pixabay_commons_curriculum-vitae Pixabay

„Der erste Eindruck zählt“ – mit Ihrer Bewerbung lernt Sie Ihr potentieller Arbeitgeber kennen.“

Die Möglichkeiten sich zu bewerben sind heute vielfältiger denn je. Neben der schriftlichen Bewerbung per E-Mail, bieten viele Unternehmen bereits die Möglichkeiten sich über Ihr Sozial Media profil (XING, LinkedIn), über ein Video bzw. direkt über Online-Plattformen zu bewerben. Viele der modernen Möglichkeiten verleiten dazu sich mit dem Bewerbungsprozess nicht mehr auseinanderzusetzten.

Egal wie Sie sich bewerben, Ihre Unterlagen müssen überzeugen um die erste Hürde zum neuen Job zu nehmen.

Nehmen Sie sich daher Zeit um eine sowohl inhaltlich als auch formal überzeugende Bewerbung zu erstellen, egal wie Sie sie letztendlich übermitteln.

Eine vollständige Bewerbung sollte folgende Informationen übermitteln:

  • Warum ich - Motivationsschreiben
  • Wer bin ich – Lebenslauf (auch CV - Curriculum Vitae genannt)

Optional:

  • Aktuelle Zeugnisse (Arbeitgeber bzw. Schule)
  • Bescheinigungen /Zertifikate (z.B. Qualifikationen, Weiterbildung)

Alle Dokumente sollten im pdf – Format übermittelt werden.

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Foto: pixabay_commons_blogging Einen Mann am PC

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf oder kurz CV (Curriculum Vitae) ist das Kernstück jeder Bewerbung. Er verschafft dem Arbeitgeber einen schnellen Überblick über Ihre Qualifikationen und Interessen. Für den Umfang gilt je kürzer desto besser, idealerweise beträgt der Umfang des Lebenslaufes maximal zwei Seiten.

Als Standard hat sich die tabellarische Form etabliert, hier sind Eckdaten wie persönliche Angaben, berufliche Qualifikationen, ehemalige oder aktuelle Arbeitgeber enthalten. Der aktuellste Arbeitgeber immer zuerst.

Zum inhaltlichen Aufbau:

Persönliche Daten:

  • Name und Titel
  • Wohnadresse
  • Telefonnummer
  • Geburtsdatum
  • Familienstand
  • Mail-Adresse
  • Staatsbürgerschaft
  • Arbeitserlaubnis

Beruflicher Werdegang:

  • Zeitspanne, Arbeitgeber, Position
  • Kurzbeschreibung der Tätigkeiten

Präsenzdienst bzw. Zivildienst

Berufsausbildung / Schulbildung (höchster Abschluss, keine Volksschule):

  • Zeitspanne, Ausbildungsstätte, Fachrichtung, Abschluss

Kenntnisse (z.B. absolvierte Kurse) Fremdsprachen, eventuell auch Auslandsaufenthalte/Interessen/Hobbys

Datum Unterschrift

Ein Foto ist in Österreich ebenfalls integraler Bestandteil des Lebenslaufes. Diesem kommt eine große Bedeutung zu. Es sollte ein aktuelles, wenn möglich ein Portraitfoto sein.

Manchen Untersuchungen zufolge dauert es nur sechs Sekunden bis Personaler entscheiden, ob der Lebenslauf im Papierkorb landet oder gelesen wird.

Wie überzeugt man also in nur wenigen Sekunden?

Bei erfahreneren Kandidaten sind die bisherige Arbeitserfahrung, die Position und die Ausübungsdauer von Bedeutung.

Bei Absolventen und Jobeinsteigern liegt das Hauptaugenmerk auf der Ausbildung, und ob parallel dazu schon erste Berufserfahrungen gesammelt wurden. Wichtig ist in jedem Fall nicht nur Erfahrungen zu nennen, sondern sie auch kurz zu beschreiben.

Um nicht sofort durch das Raster zu fallen, ist es außerdem ratsam, den Lebenslauf an die einzelnen Jobausschreibungen und darin vorgegebene Schlagwörter anzupassen.

Einig sind sich Personalverantwortliche auch darin, dass Rechtschreib- und Grammatikfehler ein absolutes No-Go sind. Auch schlechte Formatierung oder das falsche Format der Bewerbungsunterlagen können die Einladung zum Interview kosten. Der Kreativität sind zwar keine Grenzen gesetzt, viele Personalverantwortliche mögen es allerdings klassisch.

Motivationsschreiben

Auch dieses sollte unbedingt kurzgehalten sein. Maximal vier Absätze sollte ein Begleitschreiben haben. In diesem werden die wichtigsten Punkte im Lebenslauf mit der Motivation und den Stellenanforderungen der ausgeschriebenen Stelle verbunden. Es muss klar hervorgehen, dass der Bewerber die wesentlichen Qualifikationen für die jeweilige Stelle besitzt. Das Motivationsschrieben soll dem Leser Lust auf mehr machen – also ist es empfehlenswert nur das Wichtigste anzusprechen und am Schluss auf den Lebenslauf oder die Zeugnisse zu verweisen. Dazu empfiehlt sich ein Satz wie: "Weitere Details entnehmen Sie bitte meinem Lebenslauf". Alles, was im Begleitschreiben gesagt wird, muss auch im Lebenslauf belegt werden können. Bei etwaigen Lücken im Lebenslauf muss man sich darauf einstellen, beim Bewerbungsgespräch zu genau diesen Lücken befragt zu.

Alle Beiträge zum Nachlesen

Teil 1: Wo finde ich einen Job?

Teil 2: Stellenanzeige richtig vertehen

Teil 3: Lebenslauf - Hier befinden Sie sich gerade :)

Teil 4: Bewerbungsgespräch