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Vegane Kosmetik: nicht jede ist gut

Vegane Kosmetik ist die logische Konsequenz für jeden, der ohne tierische Produkte leben möchte. Aber ist vegane Kosmetik automatisch unbedenklich? Ökotest hat 30 vegane Kosmetikprodukte untersucht und festgestellt: Gut fürs Tier ist nicht automatisch gut für den Menschen.

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Pixabay

Frei von tierischen Inhaltsstoffen

Vegan zu leben bedeutet, neben dem Konsum von Fleisch, Milchprodukten oder Honig auch in anderen Lebensbereichen auf tierische Produkte zu verzichten. Leder oder Pelz sind absolute No-gos. In der Kosmetik bedeutet die Auslobung „vegan“, dass die Inhaltsstoffe nicht vom Tier stammen, also die Produkte ohne Bienenwachs, Glycerin, Karminrot, Lanolin oder Seide hergestellt werden. Sowohl konventionelle Anbieter als auch für Naturkosmetik-Hersteller setzen auf den Lifestyle-Trend und loben ihre Produkte als „vegan“ aus, denn Vegetarier und Veganer sind mittlerweile eine wichtige Zielgruppe.

Ersatzsubstanzen bergen Gesundheitsrisiken

Knapp die Hälfte der 30 getesteten Produkte schneidet „sehr gut“ ab und vier weitere mit „gut“. Aber es schnitten auch vier Produkte „ungenügend“ und zwei „mangelhaft“ ab.

Die meiste Kritik gibt es in der Gruppe der dekorativen veganen Kosmetik. Hier schnitten nur zwei Wimperntuschen „sehr gut“ ab (Eyes Right, Terra Naturi Extreme) und 3 Produkte fielen mit ungenügend durch.
Vegane Lippenstifte zum Beispiel verzichten zwar auf tierische Inhaltsstoffe wie Karminrot oder Bienenwachs. Die Ersatzsubstanzen wie synthetische Farbstoffe oder erdölbasierte Fette bergen jedoch Gesundheitsrisiken.
In der Gruppe der Rinse-off-Kosmetik – also der Produkte, die wieder abgewaschen werden – gab es achtmal eine „sehr gute“ (zum Beispiel Alverde men Duschgel) oder „gute“ Beurteilung. Ein Haarshampoo erhielt aufgrund der bedenklichen Inhaltsstoffe ein „ungenügend“.
Mit acht „sehr gut“ (zum Beispiel Aok, Lavera etc.), einmal „befriedigend“ und einmal „ausreichend“ fiel das Ergebnis bei der veganen Leave-on-Kosmetik am besten aus; keine der getesteten Gesichts-, Hand- und Körpercremen fiel durch.

Vegane Naturkosmetik empfehlenswert

Um potenzielle Gesundheitsrisiken aus synthetischen Farb- und Duftstoffen oder erdölbasierten Fetten auszuschließen, achten Sie neben einer „vegan“-Auslobung auch auf die Naturkosmetikzertifizierungen Natrue, Cosmos, Ecocert oder die Austria Bio Garantie für Biokosmetik. So finden Sie in der Regel Kosmetik, die weder Mensch noch Tier schadet.

Tierversuche sind grundsätzlich für Kosmetikprodukte, die in der EU verkauft werden, seit dem 11. März 2013 verboten. Naturkosmetik ist aber nicht zwangsläufig vegan: Die Zertifizierung schließt meist Inhaltstoffe aus, die von toten Wirbeltieren stammen. Substanzen vom lebenden Tier, wie Bienenwachs, Wollfett oder das aus Läusen gewonnene Karminrot, sind jedoch erlaubt.

Gesamter Beitrag und Testergebnisse aus der Zeitschrift Ökotest zum Gratisdownload

Quelle und Infos: https://ooe.arbeiterkammer.at/

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