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Kinder: Spotify & Co sicher streamen

Streaming-Dienste wie Apple Music und Spotify sind bei Eltern wegen des Angebots an Kinder­liedern und Hör­spielen populär. Es ist sinnvoll, die Kinder beim Hörvergnügen zu begleiten. Denn nicht alle Inhalte sind geeignet.

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Foto: Istockphoto/Martin DM Istockphoto/Martin DM

Musik-Streaming-Dienste werben damit, dass Millionen Titel abgespielt werden können. „Eltern können ihren Kindern Inhalte herunterladen und gemeinsam auf die Suche gehen bzw. absprechen, welche Titel in Ordnung sind“, sagt SCHAU HIN!-Medienpädagogin Kristin Langer. Denn Songs mit explizitem Inhalt und nicht altersgerechte Hörbücher empfehlen sich nicht für junge Hörer.

Achten Sie auf die Nutzungsbedingungen der Anbieter, die sehr unterschiedlich sind. Während Apple Music kein kostenloses Modell anbietet, ist Spotify nicht nur als Premium-Variante, sondern auch kostenlos verfügbar. Der Benutzer muss dann Werbeeinblendungen hinnehmen und hat weniger Auswahlmöglichkeiten. Zudem kann Musik dann nicht offline verfügbar gemacht werden, zum Hören ist also immer eine Datenverbindung notwendig.

Offline-Nutzung bei Kindern empfehlenswert

„Wenn Kinder die Dienste nutzen, ist es sinnvoll, eine Möglichkeit zu wählen, die auch offline funktioniert“, empfiehlt Langer. Die meisten Dienste bieten die Option, Inhalte auf der Festplatte der Geräte zu speichern. „So wird das Datenvolumen geschont und Eltern können sicher sein, dass ihr Kind nur vorher ausgewählte Inhalte abspielt.“ Besonders für Kinder im Vor- und Grundschulalter ist es nicht empfehlenswert, dass sie Geräte wie Smartphone und Tablet allein bedienen – es sei denn, Jugendschutzoptionen sind aktiviert und die entsprechenden Einstellungen mit einer PIN gesichert.

Die Anmeldung bei Streamingdiensten ist in aller Regel erst ab 18 Jahren erlaubt, es sei denn eine ausdrückliche Erlaubnis der Eltern wurde erteilt. Aber auch dann ist die Nutzung nach unten begrenzt – je nach Service ist das Einstiegsalter für Spotify und Co. 13 beziehungsweise 14 Jahre. Apple Music und Amazon Prime setzen eine grundsätzliche Anmeldung beziehungsweise Mitgliedschaft für die verschiedenen firmeneigenen Services voraus, mit der dann auch die Musikangebote genutzt bzw. dazu gebucht werden können.

Problematische Inhalte erklären

Mit zunehmendem Alter entwickeln Kinder Interesse an verschiedenen Musikgenres, Hörspiele rücken in den Hintergrund. Nicht immer haben die Songs Texte, die den Eltern gefallen. „In einigen Genres geht es verbal auch mal härter zu – gerade bei deutschen Texten ist es wichtig, dass Eltern mit ihrem Kind über künstlerische Grenzen sprechen“, sagt Langer. Verbote können allerdings häufig zu einem steigenden Interesse an den Inhalten führen. „Warum Texte nicht in Ordnung sind und wann bewusst überspitzte Darstellungen genutzt werden, etwa bei manchen Rap-Songs, können Eltern mit ihren Kindern diskutieren“, erklärt Langer.

Weitere Infos:

Tipps zur Auswahl geeigneter Hörmedien bietet SCHAU HIN!
Übersicht zur Anmeldung bei Streamingdiensten

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