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Nachhaltigkeitsticker 2026

Was hat sich in den letzten Monaten bezüglich Nachhaltigkeit getan? Wir fassen die wichtigsten News in Kürze zusammen.

Blöcke in verschiedenen Grüntönen vor einer Wand.
Bild: and machines/Unsplash

Klima & Energie

Laut aktueller Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamts sanken die heimischen Emissionen 2024 um drei Prozent – u. a. wegen geringerem Dieselverbrauch, mehr klimafreundlichen Heizsystemen und dem besonders milden Winter. Für 2025 wird ein leichter Anstieg erwartet.

Österreich fiel im Climate Change Performance Index von Platz 23 auf 35 (von 67) zurück. Positiv wurde der Ausbau der erneuerbaren Energien und das Klimaticket bewertet, kritisch die Rückschritte in allen Bereichen der Klimapolitik, besonders bezüglich fossiler Subventionen.

Die EU-Kommission fordert Österreich und 15 weitere Staaten zum Austritt aus dem Energiecharta-Vertrag auf. Dieser schützt Investitionen in fossile Energie und erlaubt Investorenklagen gegen Staaten. Nach einem gescheiterten Versuch, den Vertrag zu modernisieren, beschloss die EU 2024 den Austritt.

Handel

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigte Ende Februar an, das EU-Mercosur-Abkommen trotz laufender Prüfung vorläufig anwenden zu wollen. Das Abkommen soll Handelsbarrieren senken und die Abhängigkeit Europas von den USA und China verringern, steht jedoch wegen Bedenken hinsichtlich Klima- und Umweltschutzes, Arbeitsplätzen und Menschenrechten stark in der Kritik.

Österreich hat der vorläufigen Anwendung per Umlaufbeschluss zugestimmt - damit umgehe die Regierung die gültige Bindung des Parlaments “alle Maßnahmen zu ergreifen, einen Abschluss zu verhindern", kritisiert Theresa Kofler von Attac Österreich.

Landwirtschaft

Seit Februar laufen die abschließenden Verhandlungen zum EU-Saatgutrecht. Derzeit beherrschen drei Konzerne - Bayer, Syngenta und Corteva - mehr als die Hälfte des globalen Saatgutmarkts. Je mehr sich das Lebensmittelsystem auf wenige Sorten und Arten fokussiert, desto anfälliger ist es für Krisen. Das Saatgutrecht legt dabei fest, wer wie und welche Saatgutarten verbreiten kann - es kann Vielfalt und Zugang zu Saatgut daher sowohl verbessern als auch verschlechtern. Der aktuelle Gesetzesvorschlag sähe vor, dass Saatgut-Unternehmen unbegrenzte Mengen von Saatgut zum Zweck der Züchtung oder Forschung weitergeben können, während Erhaltungsorganisationen und Bäuer*innen auch bei kleinen Mengen strenge Auflagen erfüllen müssten, kritisiert Arche Noah.

Natur(schutz)

Im Jänner ist das UN-Hochseeschutzabkommen in Kraft getreten. Es schützt marine Biodiversität erstmals außerhalb nationaler Hoheitsgebiete – und betrifft damit rund zwei Drittel der Weltmeere, die fast die Hälfte der Erdoberfläche bedecken. 81 Staaten sind bisher offiziell beigetreten.

An der Stunde der Wintervögel nahmen dieses Jahr über 33.000 Personen teil und zählten 733.671 Vögel – die fünf häufigsten Arten waren Kohlmeise, Haussperling, Feldsperling, Amsel und Blaumeise.

Tiere & Pflanzen, Moose, Flechten & Pilze, Einzeller & Mineralien und „Aliens“ – das sind die Arten des Jahres 2026.

Lifestyle

Veganuary verzeichnete heuer 30 Millionen Teilnehmende weltweit – etwa 4 Millionen mehr als 2025. Laut offizieller Umfrage haben in Österreich etwa 8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mitgemacht und sich im Jänner vegan ernährt.

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