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Mineralöl in Reis, Nudeln & Co

Nudeln, Reis, Cornflakes und andere Lebensmittel können Spuren von Mineralöl-Rückständen enthalten, berichtet foodwatch. Aromatische Mineralöle stehen in Verdacht, krebs­erregend und erbgutschädigend zu sein.

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Alexpro 9500/Thinkstockphotos

Jedes vierte bei amtlichen Kontrollen getestete Lebensmittel ist mit krebsverdächtigen Mineralölen belastet. Das ergaben Messungen für die Jahre 2011 bis 2015, welche die Verbraucherorganisation foodwatch veröffentlicht hat. Betroffen sind 128 von 446 untersuchten Produkten, darunter größtenteils in Papier oder Karton verpackte Trocken-Lebensmittel wie Reis, Weizengrieß und Nudeln, aber auch Schokolade. Die in den Produkten gefundenen aromatischen Mineralöle können laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Krebs auslösen und das menschliche Erbgut verändern.

Ein besonders häufig verunreinigtes Produkt ist Weizengrieß: Mehr als jedes dritte war belastet. Eine vollständige Übersicht über Herstellernamen oder genaue Produkt-Bezeichnungen teilten die Behörden nicht mit. Unter den belasteten Produkten befinden sich jedoch "Gemelli"-Nudeln der Firma Barilla, Risotto-Reis von Uncle Ben’s und Weizengrieß von Edekas Eigenmarke "gut & günstig".

Mineralöle können auf unterschiedlichen Wegen in Lebensmittel gelangen. Eine wesentliche Quelle sind Altpapier-Verpackungen und Pappkartons, die bis zu 250 verschiedene Chemikalien enthalten und die zur Lagerung und zum Transport von Lebensmitteln verwendet werden. Aber auch in der Produktion verwendete Maschinenöle oder Abgase aus Industrie und Verkehr können Produkte verunreinigen.

Mit einem geeigneten Innenbeutel oder einer Beschichtung der Verpackung ließen sich Produkt und Verpackung voneinander trennen, sodass weder Mineralöle noch hunderte weitere, zum Teil gesundheitsgefährdende Chemikalien auf die Produkte übergehen können, so foodwatch. Zudem fordert die Verbraucherorganisation strikte Höchstwerte für Mineralöle in Lebensmitteln. Für die besonders kritischen aromatischen Mineralöle (MOAH) müsse eine Null-Toleranz gelten. Nur so würden die Hersteller dafür sorgen, dass auch aus anderen Quellen, wie Produktionsmaschinen und Transport-Umverpackungen, kein Mineralöl in Lebensmittel gelangt.

Quelle: foodwatch

Das vollständige Testergebnis ist unter www.mineraloel-test.foodwatch.de abrufbar.

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