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Heißwasserschaum gegen Unkraut: wie geht das?

Im Artikel Raus mit dem Gift wird über Unkrauvernichtung mit Heißwasser­schaum berichtet. Was ist das, wo bekommt man ihn und wie wird er hergestellt und ausgebracht?

Heißschaum auf Unkraut zwischen Pflastersteinen
Durch die hohen Temperaturen des Heißschaumes stockt das Eiweiß in der Pflanze und das hindert sie am Weiterwachsen. Maschinenring

Der Heißschaum wird vom Maschinenring in ganz Österreich angeboten. Da die Anwendung um einiges teurer ist als die herkömmliche Unkrautvernichtung, kommt sie laut Maschinenring derzeit nur bei Gemeinden und gewerblichen Unternehmen zum Einsatz, da es dort größere Flächen bzw. Objekte gibt. Es kommt ein Mitarbeiter mit dem Gerät vorbei und bearbeitet die Flächen. Die Kosten können Sie einfach beim nächsten Maschinenring erfragen.

Mitarbeiter des Maschinenrings mit Gerät.
Die Unkrautentfernung wird von Mitarbeitern des Maschinenrings vorgenommen. Maschinenring

Einsatzgebiete:

Entlang von Randsteinen, auf Schotterflächen, zwischen Pflastersteinen,..

Wie wird gearbeitet?

Der Bewuchs muss vorher möglichst tief gekürzt werden. Dann wird der biologische Schaum mit heißem Wasser (ca. 95°C) vermischt und der Boden damit benetzt. Der Heißschaum wirkt als Isolationsschicht. Durch die hohen Temperaturen stockt das Eiweiß in der Pflanze und das hindert die Pflanze am Weiterwachsen. Das wäre mit heißem Wasser allein nicht möglich, denn das kühlt zu rasch ab.

Woraus besteht der Schaum?

Der Isolationsschaum wird aus nachwachsenden Rohstoffen (Kokosnuss, Mais und Palmöl) gewonnen. Er ist vollständig biologisch abbaubar. Er rutscht nicht, zieht keine Insekten an und hinterlässt auch keine Spuren auf der Oberfläche. Daher ist der Einsatz überall möglich.

Ergebnis und Wirkung

sind vom Ist-Zustand und vom Vegetationsverlauf des Jahres abhängig. Die Erstbekämpfung sollte  im Spätsommer bis Herbst, die Nachfolgebehandlung zeitig im Frühjahr durchgeführt werden. Um dauerhaft Erfolg zu gewährleisten, muss der Vorgang mehrmals durchgeführt werden.

Autorin: Roswitha M. Reisinger

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