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Gutes Abdeck-Make-Up muss nicht teuer sein

Das günstigste Make-Up ist einer der beiden Testsieger – und ein Naturkosmetik-Produkt. Drei Fabrikate enthalten kritische Inhaltsstoffe.

Hautfarbene Make-Up-Tigel auf denen Pinsel liegen.
Puder, die auf die Foundation aufgetragen werden können. Foto: Raphael Lovaski, Unsplash

Foundation-Make-Up, auch als Grundierung bezeichnet, soll einen makellosen Teint erzeugen und möglichst natürlich wirken. Dass sich in diesem Bereich auch kostengünstige Kosmetika gegenüber teuren Produkten behaupten können, zeigt ein veröffentlichter Test im Verbrauchermagazin KONSUMENT. 12 Make-Ups, darunter 2 Naturkosmetik-Produkte, mit Preisen von 13,30 bis 145,- Euro pro 100 Milliliter bzw. 100 Gramm wurden getestet. Einer der beiden Testsieger ist das preisgünstigste Make‑Up im Test und noch dazu ein Naturkosmetik-Produkt. Bei der Anwendung und den kosmetischen Eigenschaften konnten fast alle Produkte überzeugen. Drei Make-Ups enthielten jedoch problematische Inhaltsstoffe. Die vollständigen Testergebnisse gibt es bei KONSUMENT

Weder Keime noch Schwermetalle stellten sich im Laufe des Tests als Problem heraus. Problematische Inhaltsstoffe waren dennoch in einigen Make-Ups zu finden. Drei Produkte (Artdeco, Maybelline, Manhattan) enthielten das Siloxan D5 (Decamenthycyclopentasiloxan). D5 ist ein schwer abbaubarer Stoff, der sich in Wasserorganismen anreichert und im Verdacht steht in der Umwelt ähnlich wie ein Hormon zu wirken. Zudem wurde in dem Produkt der Marke Manhattan auch der Duftstoff Lilial gefunden. Diese Verbindung steht im Verdacht, die Fortpflanzungstätigkeit zu beeinträchtigen.

Mikroplastik – die unbekannte Größe

Viele Konsumentinnen und Konsumenten sind bezüglich der Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik‑Produkten besorgt. Welche Gefahren von den Kunststoffteilchen ausgehen, können Wissenschaftler bisher jedoch noch nicht abschätzen. Es fehlen zudem Daten und Prüfmethoden, um Mikroplastik in Kosmetika eindeutig zu bestimmen. Im Rahmen des Tests wurde daher direkt bei den Unternehmen nachgefragt, ob ihre Produkte Mikroplastik enthalten. Leider reagierten die meisten Unternehmen gar nicht oder machten keine näheren Angaben dazu. VKI-Expertin Dr. Birgit Schiller rät: „Wer sichergehen will, dass kein Mikroplastik in Kosmetika enthalten ist, sollte zu zertifizierter Naturkosmetik greifen. Sie darf keine synthetischen Polymere enthalten, also auch kein Mikroplastik, und ist frei von erdölbasierten Rohstoffen.“

Die ausführlichen Testergebnisse gibt es in der April-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und Online

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