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Generation Z verlässt Social Media

Vor allem in Europa zeigen sich Jüngere bezüglich Social Media Einflüssen besorgt, bleiben aber trotzdem digital positiv eingestellt.

Soziale Medien werden durch Smartphone und Personen dargestellt
Foto: Joseph Mucira, Pixabay

Ein Fünftel der Generation Z (zwischen 1995 und 2010 geborene Personen) hat in den vergangenen zwölf Monaten weltweit sozialen Medien den Rücken gekehrt. Vor allem in Europa verzichten Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren auf Facebook, Twitter und Co, weil sie die unerlaubte Nutzung ihrer Daten und den Einfluss auf ihr psychisches Wohlbefinden fürchten. Das zeigt eine Umfrage der Medienagentur Dentsu Aegis Network.

"Holen sich Kontrolle zurück"

"Hier zeigt sich, wie die digitalen Konsumenten der Zukunft aussehen. Sie kennen sich mit Technologie aus und holen sich die Kontrolle über ihre Daten und Online-Aktivitäten zurück. Allerdings bleiben sie sehr positiv, was den breiteren Effekt der Digitalisierung auf die Gesellschaft angeht", erklärt Masaya Nakamura, CEO Solutions des Dentsu Aegis Network.

Die Analysten haben die Umfrage unter etwa 5.000 Mitgliedern der Generation Z weltweit durchgeführt. 17 Prozent haben ihre Social-Media-Accounts im vergangenen Jahr deaktiviert. Ein Drittel hat seine Online-Aktivitäten reduziert, 43 Prozent achten darauf, ihre Daten so wenig wie möglich zu teilen. Besonders in Europa verzichten junge Menschen auf soziale Netzwerke, speziell in Finnland (34 Prozent).

"Vertrauen erst verdienen"

Die Generation Z haben einen durchweg negativen Eindruck von Social-Media-Betreibern. Mehr als die Hälfte trauen ihnen nicht mit ihren Daten, 37 Prozent sehen ihren Einfluss auf die Politik ihrer Heimatländer als schädlich. Letzteres trifft besonders auf Ungarn zu (56 Prozent). Für fast die Hälfte der Befragten sind soziale Medien gefährlich für das psychische Wohlbefinden.

Trotzdem sagen zwei Drittel, dass die Digitalisierung die größten Probleme der Menschheit lösen kann. Diese Erwartung wirkt sich auch auf Unternehmen aus. Laut 72 Prozent müssen sie beweisen, dass sie ihre Technologie zum Wohle der Gesellschaft verwenden. Nakamura sieht darin eine Chance für Marken: "Sie müssen diese Zielgruppe durch Transparenz und Kundenermächtigung überzeugen. Sie sind die neuen Tech-Champions - doch ihr Vertrauen muss erst verdient werden", so Nakamura.

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