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Spar, Rauch und Bergland reduzieren Zucker

SPAR und Lebensmittelproduzenten, wie Bergland Milch und Rauch, gründen gemeinsam mit Ärzten die Allianz gegen zu viel Zucker

Zuckerwürfel aufgehäuft
Pixabay

Mit der zucker-raus-initiative soll auf den erhöhten Zuckerkonsum der ÖsterreicherInnen aufmerksamgemacht, aus Produkten Zucker entfernt und damit der Körper an weniger Süße gewöhnt werden. Diese Ziele sollen mittels eines Aktionsplans verwirklicht werden, der alle Bereiche der Gesellschaft zum Handeln auffordert.

Hinter der Initiative stehen SPAR, die Österr. Ärztekammer, die Österr. Adipositasgesellschaft, das vorsorgemedizinische Institut SIPCAN, die Österr. Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie, die Österr. Anti-Aging-Gesellschaft sowie RAUCH Fruchtsäfte und Berglandmilch.

Schwerwiegende Folgen für die Gesundheit durch zu viel Zucker

33,4 Kilogramm Zucker in Rohform, in verarbeiteten Lebensmitteln oder Getränken nehmen Herr und Frau Österreicher jährlich zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt weniger als zehn Prozent der täglichen Kalorien als Zucker aufzunehmen, noch besser wären nur fünf Prozent. Das sind 18,3 Kilogramm oder 9,1 Kilogramm Zucker pro Person pro Jahr. Pro Tag und Kopf bedeutet dies statt heute 92 Gramm eine empfohlene Zuckermenge von 50 beziehungsweise idealerweise 25 Gramm Zucker, sechs Teelöffel oder sechs Zuckerwürfel, die in Speisen oder Getränken enthalten sein sollten. Viele Lebensmittel enthalten ein Vielfaches dieser empfohlenen Tagesmenge an Zucker. „Dies kann beispielsweise die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) hervorrufen. Hierbei handelt es sich um die weltweit häufigste Lebererkrankung, die zur Leberzirrhose und zum Leberkrebs führen kann. Übermäßiger Zuckerkonsum stellt für die Entstehung sowie auch für das Fortschreiten dieser Erkrankung einen wesentlichen Faktor dar. Eine Zuckerreduktion um lediglich 20 Prozent könnte eine Vielzahl dieser Erkrankungen verhindern“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Datz, von der Österr. Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie.

Weniger Süße als Chance für die Gesundheit

In Österreich nehmen derzeit acht von zehn Personen mehr Zucker zu sich als von der WHO vorgegeben. Ein Grund hierfür ist, dass sich viele Konsumenten nicht bewusst sind, in welchen Produkten sich Zucker versteckt. Hier sind sowohl Aufklärung als auch konkrete Maßnahmen der Industrie beziehungsweise des Handels gefragt.

Anfang 2017 hat SPAR  begonnen, Zucker aus den Produkten der SPAR-Eigenmarken zu entfernen. Dabei wird der Zucker reduziert und nicht gegen Zuckerersatzstoffe ausgetauscht, wodurch sich die Menschen wieder an den Geschmack von weniger Süßem gewöhnen können. 

Keine künstlichen Süßstoffe

Auch die Lebensmittelhersteller Berglandmilch und RAUCH Fruchtsäfte haben sich der Reduktion von Zucker verschrieben und lehnen den generellen Austausch von Zucker gegen künstliche Süßstoffe ab.

zucker-raus-initiative stellt Aktionsplan vor

Nur das Angebot zu verändern, wäre im Sinne eines Paradigmenwechsels in der Ernährung zu wenig. So hat die zucker-raus-initiative einen Aktionsplan zu den Themenbereichen Zuckerreduktion, Prävention und Gesundheitsförderung sowie Information und Bildung ausformuliert und konkrete Schritte vorgeschlagen. Darunter fallen neben Zuckerreduktionszielen auch Maßnahmen wie der Ausbau von Bildungsangeboten an Schulen, die Weiterentwicklung der Qualitätskriterien von Schulbuffets und fundierte sowie verstärkte Berichterstattung und Information.

Der Aktionsplan ist unter www.zucker-raus-initiative.at abrufbar.

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