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Desinfektionsmittel selbst herstellen

Wer häufig und richtig Hände wäscht, trägt viel zum eigenen Schutz vor Viren und Bakterien bei. Desin­fektions­­mittel sind nur in Ausnahme­fällen nötig. Die WHO hat nun ein DIY-Rezept veröffentlicht.

Das sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum eigenen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Viren: Eine korrekte Hustenetikette, das Einhalten eines Mindestabstandes von 1 bis 2 Metern zu krankheitsverdächtigen Personen, und vor allem eine gute Händehygiene. Das bedeutet mindestens 20 Sekunden lang mit Seife waschen. Die Seife zerstört die Fetthüllen der Viren, sodass sie absterben. Umweltipp: Bitte lassen Sie das Wasser während des Einseifens nicht laufen!

Die richtige Handhygiene zeigt das Video der Medizinischen Universität Wien

Was tun, wenn es unterwegs keine Möglichkeit zum Händewaschen gibt?

Dann helfen Desinfektionsmittel für die Hände. Aber die sind derzeit ohnehin kaum erhältlich. Die WHO hat nun ein Rezept für selbst gemachtes Desinfektionsmittel veröffentlicht, das in vielen Medien propagiert wird. Doch Achtung! Es ist nur als Notlösung gedacht. Händewaschen mit Seife ist immer die bessere Alternative - sowohl für Ihre Haut als auch für Ihr Immunsystem.

Zudem sind die Rohstoffe für das Desinfektionsmittel ohnehin knapp und sollten professionellen Anwendern, wie Arztpraxen, Alten- und Pflegeheimen überlassen werden. Inzwischen helfen sogar schon Schnapsbrennereien mit Rohstoffen aus, weil reiner Alkohol kaum mehr zu bekommen ist.

Desinfektionsmittel Rezept nach WHO:

Zutaten:
    830 ml Ethanol 96% oder 750 ml Isopropylalkohol 99,8%
    45 ml Wasserstoffperoxid 3%
    15 ml Glycerin 98%
    110 ml abgekochtes Wasser

Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Wie normales Desinfektionsmittel anwenden: Eine Handvoll des Mittels auf Ihre Hand geben und gründlich verreiben.

Aber achtung: Das Mittel ist leicht entflammbar. Es handelt sich um ein Biozid - das bedeutet, es tötet Bakterien und Viren. Das ist gut für die Desinfektion. Aber an manchen Orten sollen Bakterien ihre nützliche Arbeit verrichten, zum Beispiel in der Kläranlage. Reste des Desinfektionsmittels gehören daher - so wie alle Chemikalien und Medikamente - in den SONDERMÜLL!

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