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Auswärts essen - und Reste wegwerfen?

Für 60% der Österreicher ist es kein Problem, Reste auf dem Teller übrig zu lassen und zurückzuschicken. Die Initiativen UNITED AGAINST WASTE und MUTTER ERDE präsentieren die Ergebnisse einer aktuellen Meinungs­umfrage zu Lebensmittelabfällen.

60% der Österreicher empfinden es nicht als unangenehm, wenn sie außer Haus essen und eine Portion bekommen, die zu groß ist, um sie aufzuessen. Generell zeigen die Befragungsergebnisse, dass die Portionsgrößen über alle Betriebstypen hinweg mehrheitlich (>60%) als „gerade richtig“ empfunden werden. Der Anteil jener Befragten, die die Portionen als zu groß empfinden ist bei Frauen mit 34% höher als bei Männern mit 22%.

Mit 35% empfinden auch mehr ältere Personen (zwischen 60 und 80 Jahre) die Portionen eher zu groß als jüngere (22% bei den 30- bis 39-Jährigen).

Männer stimmen mit 57 % der Aussage zu: ‚Lieber zu viel am Teller als zu wenig‘. 44 % der Frauen sind dieser Meinung. Bei den 30- bis 39-Jährigen liegt die Zustimmung zu der Aussage bei 67%, bei den 60- bis 80 Jährigen bei 34%.

Buffets müssen nicht bis zum Ende voll sein

Grundsätzlich sind die Österreicher offen für Maßnahmen, die zur Reduktion des Lebensmittelabfalls beitragen: So geben beispielsweise 82% der Gäste an ihre Essensreste für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen zu wollen, wenn diese Möglichkeit vom Betrieb aktiv angeboten und eine angemessene Transportverpackung zur Verfügung gestellt wird.

83% der Befragten haben Verständnis dafür, wenn in einer Kantine oder einem Betriebsrestaurant gegen Ende der Öffnungszeiten nicht mehr alle Speisen verfügbar sind. Auch bei Buffets erwarten 78% nicht, dass alle Speisen bis zur letzten Minute angeboten werden. Als wichtigste Aspekte beim Buffet nannten wesentlich mehr Befragte „Frische und Qualität“ (83%) als „Vielfalt des Speiseangebots“ (56%) und „Menge bzw. ausreichende Verfügbarkeit der einzelnen Speisen“ (45%). Darüber hinaus wünschen sich mehr als 60% der Befragten, dass die Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Portionsgrößen, Beilagen- und Menüzusammenstellung in Verpflegungsbetrieben ausgebaut werden.

Der Gast schätzt Engagement gegen Lebensmittelabfall und möchte Qualität vor Quantität

Die Reduktion von Lebensmittelabfall liegt mit 35% neben den Aspekten Regionalität (52%), Saisonalität (47%) und Engagement für die Mitarbeiter (43%) unter den meistgenannten Nachhaltigkeitsthemen, zu denen sich der Gast ein Engagement von Verpflegungs- und Tourismusbetrieben erwartet.

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass sich die Österreicher recht einig sind, was sie an guten Betrieben schätzen. Eine hohe Qualität der Speisen, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und freundliches Personal sind Aspekte, die bei Restaurants als besonders wichtig eingestuft werden. In Hotels ist darüber hinaus noch die Sauberkeit ein ausschlaggebender Faktor. Große Essensportionen und üppig gefüllte Buffetbehälter sind hingegen für die Gäste hinten auf der Prioritätenliste, sowohl in der Gastronomie als auch in der Hotellerie.

Aktuelle Informationen zu den im Rahmen des MUTTER ERDE-Schwerpunkts stattfindenden Aktivitäten und eine umfassende Datenbank mit Tipps zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln finden sich unter www.muttererde.at.

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