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Drei Tage vegan leben als unorganisierte Chaotin

Luna Weiderbauer: Warum ich mich für dieses Projekt entschieden habe?

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Naja, wir beschäftigen uns im Fach „Fit for life“ eigentlich seit Beginn dieses Schuljahres mit dem Thema Nachhaltigkeit – irgendwann kam dann der Gedanke: „He, ich könnt ja probieren mich eine Zeit lang vegan zu ernähren!“ Nach weiterem hin und her überlegen, da ich ein extrem chaotisches und eher mäßig selbstdiszipliniertes Mädchen, welches viel unterwegs ist, habe ich mich doch dazu entschieden, drei Tage ohne jegliches tierische Produkt durch zu ziehen

Im Vorhinein habe ich mich über den Veganismus an sich informiert, außerdem habe ich ein bisschen auf der Website www.vegan.at herumgescrollt. Ein oder zwei Blogs habe ich auch gelesen – zum Beispiel „mitbauchgefuehl“ - den Beitrag „eine Strategie, die Welt zu retten“ kann ich nur empfehlen, der hat mir persönlich sehr geholfen, die Gründe für ein veganes Leben besser zu verstehen und nachvollziehen zu können. Leider habe ich total übersehen, mir irgendwelche Rezepte herauszusuchen, geschweige denn vegane Produkte zu besorgen – und auf einmal wars zu spät. Was ich also auf jeden Fall euch allen empfehle: organisierts das ganze besser! Es wird euch unendlich viel Stress sowie Hunger erspart ;)!

Zelebriert habe ich das ganze über drei Tage, nämlich das Wochenende vom 14. bis zum 16. Dezember 2018. Da ich in einer sechsköpfigen Familie wohne, in der jeder einen anderen Geschmack hat beziehungsweise alle anders „haglich“ sind, war es sowieso unmöglich, dass sich meine Familie an mich anpasst, weswegen ich entweder für mich selbst kleine Portionen gekocht oder nur Beilagen gegessen hab.

Freitag, 14.12.2018

Da ich selten bis nie frühstücke, war das schon mal kein Problem. Problematisch wurde es erst in der Schule, als mir auffiel, dass ich mir nicht, wie eigentlich geplant einen Apfel und eine Banane eingepackt hab, sondern in meiner Vergesslichkeit ohne irgendwas einfach in die Schule gefahren bin – man schiebe es auf die Müdigkeit am Morgen :)! Ich musste also auf diese Mahlzeit verzichten, da unser Schulbuffet keine sonderlich große Vielfalt an veganen Produkten aufweisen konnte… Ich appelliere also hiermit auch an alle Schulen: Bitte, nehmt mehr Rücksicht auf vegane Schüler! Nach der Schule war ich zuerst am Christkindlmarkt bei uns in St.Pölten und bin danach noch mit zu einer Freundin gefahren, bei der ich mir dann Reis gekocht hab. Der Hunger war danach auf jeden Fall gestillt, allerdings war der Reis logischerweise ziemlich fad – hätte man sicher vermeiden können, aber Dank meines nicht vorhandenen Organisationstalentes hat das nicht sehr gut funktioniert. Abendgegessen habe ich dann zu Hause, wo mir gleich mal die erste Hürde gestellt wurde: meine Schwester hat sich nämlich eine Pizza bestellt. Ich bin daneben gesessen und hab geschmollt :(. Gegessen habe ich im Endeffekt dann Porridge mit Wasser statt Milch, in Kombi mit Bananen, Weintrauben, Äpfeln und anderem Obst.

Samstag, 15.12.2018

Aufgestanden bin ich, wie so ziemlich jeder anderer in meinem Alter ziemlich spät, aufs Frühstück habe ich daher verzichtet. Zu Mittag entschied ich mich für einen Smoothie mit Bananen, Avocados, Heidelbeeren und Soja Joghurt, welches wir zum Glück zufällig zu Hause hatten. Am Nachmittag wurde es wieder schwieriger: da meine Großeltern in diesem Jahr zu Weihnachten in Südafrika auf Urlaub verbringen werden, waren wir bei ihnen zum Essen eingeladen. Es gab ziemlich gutaussehende Weckerl mit verschiedenen Füllungen, und ich bin mal wieder daneben gesessen und hab versucht mich zu beherrschen, was mir auch grade noch so gelungen ist. Statt ein Weckerl habe ich circa fünf Mandarinen gegessen, da diese mein Lieblingsobst sind. Nach der Familienfeier war ich auf einer Geburtstagsfeier eingeladen. Dort habe ich dann allerdings nichts mehr gegessen, weil ich erstens keine Zeit hatte und zweitens sowieso aufs essen vergessen hab, da ich ziemlich abgelenkt war. Irgendwann bin ich dann einfach schlafen gegangen, ohne etwas gegessen zu haben.

Sonntag, 16.12.2018

Aufgestanden bin ich an diesem Tag ziemlich früh, da ich dann doch schon ziemlich Hunger hatte. Gegessen habe ich einen Apfel, da ich nicht zu Hause geschlafen hab und ich dort nicht wirklich etwas anderes gefunden hab – nachdem ich dann allerdings nach Hause gefahren bin, hat mir meine Mutter einen ziemlich leckeren Linseneintopf gekocht (https://www.veganblatt.com/linseneintopf). Aufgrund riesiger Müdigkeit vom Vorabend bin ich ziemlich früh schlafen gegangen, circa zwischen 17:00 und 18:00 und hab davor nichts gegessen, da ich einfach eingeschlafen bin.

Fazit

Ich ziehe auf jeden Fall den Hut vor Menschen, die sich wirklich dazu entschließen, vegan zu leben und komplett auf tierische Lebensmittel und Produkte verzichten. Ehrlich gesagt muss ich aber zugeben, dass diese Ernährungsform absolut nichts für mich ist. Es lässt sich einfach schwer in mein Leben integrieren, beziehungsweise bin ich eben ziemlich oft unterwegs und im Stress und habe deswegen auch einfach nicht die Zeit und die Motivation dazu, mich vegan zu ernähren. Diese drei Tage waren allerdings sehr informativ und ich würde, denke ich, noch einmal so eine Aktion starten, allerdings besser organisiert und definitiv nicht während der Schulzeit!

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