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WWF-Fleischratgeber hilft beim Einkauf

Der WWF-Fleischratgeber gibt nur für vier Prozent des in Supermärkten erhältlichen Fleisches Grünes Licht.  Ausdrücklich empfohlen wird nur Bio-Fleisch, am besten aus der Region.

Fleisch- und Gemüsewürfel auf einem Brett.
Free-photos/Pixabay

Österreich liegt beim Konsum von Fleisch- und Wurstwaren im europäischen Spitzenfeld, aber zu viel Fleisch schadet nicht nur unserer Gesundheit, sondern auch der Umwelt. Falsche Ernährungsgewohnheiten befeuern Naturzerstörung, Klimakrise und Artensterben. Der WWF hat eine Orientierungshilfe für nachhaltigen Fleisch-Einkauf erarbeitet. Diese zeigt die Umweltfolgen von in Österreich gehandeltem Huhn, Schwein und Rind sowohl auf Klima und Biodiversität und die Überdüngung von Böden und Gewässern als auch bezüglich Antibiotika und Tierwohl. Dabei zeigt sich:

  • Fleisch aus biologischer Landwirtschaft weist deutliche Vorteile gegenüber konventionellem Fleisch auf.
  • Betrachtet man nur konventionelles Fleisch, so schneidet Hühnerfleisch und Rindfleisch aus Österreich in der Regel besser ab als importiertes. Denn österreichisches Fleisch basiert auf meist gentechnikfreiem Futter und die Tiere haben mehr Platz.
  • Bei österreichischem Schweinefleisch hingegen bestehe dringender Nachholbedarf, sowohl in der Fütterung wie auch beim Tierwohl.

Pflanzliche Alternativen, wie z.B. Seitan, (inländische) Sojaprodukte und Hülsenfrüchte, haben fast immer eine weitaus bessere Umwelt- und Klimabilanz als Fleisch.

Österreich liegt beim Fleischkonsum im europäischen und weltweiten Spitzenfeld. Insgesamt 1.240 Gramm Fleisch werden im Durchschnitt pro Woche und pro Kopf gegessen. Das Gesundheitsministerium empfiehlt aber nur 300 bis 450 Gramm pro Woche – also knapp ein Drittel davon. Aktuell wird ein Viertel unseres ökologischen Fußabdrucks durch unsere Ernährung verursacht. Fleisch ist für 43 Prozent der ernährungsbezogenen Treibhausgase verantwortlich. Mehr Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte sowie weniger Fleisch, Softdrinks und Fertigprodukte wären klima- und umweltfreundlicher. Zudem würde das Risiko für Kreislaufprobleme, Krebserkrankungen, Diabetes oder Übergewicht vermindert.

Hier gehts zum WWF-Fleischratgeber

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