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Worauf achten Sie bei einem Kachelofen?

Wir haben den Hafnermeister Günter Wittek nach den wichtigsten Tipps für die Wahl eines Kachelofens gefragt.

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Foto: Wittek Wolfgang Lehner

Was ist für die seriöse Planung eines Kachelofens unerlässlich?

Als Grundlage einer seriösen Planung ist es unerlässlich, eine Heizlastberechnung (es wird berechnet, wie viel Wärme für den beheizten Raum benötigt wird) nach ÖNORM EN 12831 durchgeführen zu lassen. Dies gilt im Übrigen für alle Heizanlagen.

Bereits vor oder längstens während der Einreichplanerstellung müssen geklärt sein:

  • Rauchfanggröße und Lage, Rauchfanganschlusspostion,
  • Zuluftführung von außen (idealerweise unter der Fundamentplatte horizontal geführt),
  • Gewichtsbelastung der Decke,
  • elektrische Leitungen für eine eventuelle Abbrandsteuerung (Mit zwei Minuten Zeitaufwand erreicht man eine Wärmeversorgung von 24 Stunden).

Welche Materialien dürfen für den Bau eines echten Kachelofen verwendet werden?

Ein echter Kachelofen sollte durchgehend aus keramischen Materialien bestehen: der Sockel aus Mauerwerk, die verputzten Flächen aus Schamotte-Material und die Kacheln als Sichtkeramik.

Was macht den holzbefeuerten Kachelofen zu einer umweltfreundlichen Heizmöglichkeit?

Holz ist ein heimischer, nachwachsender Rohstoff der CO2-neutral verbrennt. Bei einer schlechen Verberennung kann viel Feinstaub entstehen. Dafür haben wir eine technische Lösung entwickelt: durch genau dimensionierte Schlitze im Brennraum entsteht ein Düseneffekt, der ausreichend Sauerstoff zu jedem Kohlenstoffmolekül bringt. Dadurch ist die Feinstaubbelastung auf ein Minimum reduziert. Unsere Kachelöfen dürfen sogar in Graz weiter heizen, wenn aufgrund der Feinstoffbelastung das Heizen mit Festbrennstoffen untersagt wird. Alle Öfen mit dieser Technologie sind mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Hier ist ein enormer qualitativer Unterschied zu Kaminöfen mit Einsätzen, welche hierzu besonders wenig erfreuliches bieten.

Wie halte ich meinen Kachelofen funktionstüchtig und sicher?

Dafür sorgt der „Gesundheitscheck“ oder das Ofenservice, das ausschließlich durch einen Hafnermeisterbetrieb etwa alle drei Jahre durchgeführt werden soll. Zudem ist es wichtig, ausreichend getrockneten Holzes zu verwenden. Es soll unter 15 % Feuchte enthalten. Das erreiche ich nach zwei Jahren Lagerung - das ist auch draußen möglich, solange das Holz vor Schnee und Regen geschützt ist. Der Durchmesser des Holzscheites sollte  Faustdicke (6 bis 7 cm) nicht überschreiten. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Hartholz besser als Weichholz ist. Das stimmt nicht. Hartholz ist schwerer als Weichholz - daher glauben viele Menschen, sie bräuchten bei Hartholz weniger Holz. Das stimmt so nicht. Relevant ist das Gewicht: mit 10 kg Hartholz kommen Sie genauso weit wie mit 10 kg Fichtenholz. Auch explodierendes soll den Ofen verschmutzen: Das stimmt nur, wenn das Holz freucht ist. Trockenes Fichtenholz macht überhaupt keine Probleme.

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Solo-Kachelofen Ein weißer Kachelofen mitten im Raum in Form einer Säule

Was sind die Kachelofen-Trends?

Aufgrund der immer besser gedämmten Häuser wird ein Kachelofen mit Sichtfenster immer attraktiver, da nur ein kleiner Teil der Wärme unmittelbar abgegeben und der größere Teil über den Tag/Nacht verteilt wird.

Hierzu ist der von uns entwickelte „Solo“ eine Säule mit nur 60cm Durchmesser eine begehrte Variante, wo viele Punkte vereint sind. Wenig Platzverbrauch, eine Sichtfenstertüre, hoher Bedienungskomfort dank Abbrandsteuerung (2 Min. Aufwand und 24h Wärmeabgabe), mit dem UmweltPlus Brennraum und somit mit dem Österreichischen Umweltzeichen versehen, Heizleistung wird an die Gegebenheiten angepasst. Hohe Lebensdauer über viele Jahrzehnte.

Fotos: Wittek

Hafnermeister Wittek

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