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Was tun gegen Ameisen in der Wohnung?

Wie kann man Ameisen in der Wohnung los werden? Tipps zur umwelt­freundlichen Bekämpfung.

Ameisen auf Stein.
Foto: Gottwald-Hofer/die umweltberatung Gottwald-Hofer/die umweltberatung

Ameisen sind in der Natur sehr interessante Wesen, die als „Gesundheitspolizei“ eine wichtige Aufgabe innehaben und über ein höchst komplexes Sozialsystem verfügen. Weltweit wird die Zahl der Ameisenarten auf weit über 11.000 geschätzt, in Österreich allein kommen über 130 vor. Einige wie die Rote Waldameise zählen zu den gefährdeten Arten.

In Haus und Wohnung kommt eher die Schwarze Wegameise vor. Tauchen die kleinen Krabbeltiere im Badezimmer oder in der eigenen Küche auf, hält sich die Faszination über Anatomie und Sozialverhalten bei den meisten Menschen in Grenzen; der Griff zur Giftspritze muss dennoch nicht sein. Christian Mokricky, Chemie-Experte von ''die umweltberatung'': „Einzelne Ameisen sind oft die ‚Späher’ auf der Suche nach Nahrung und Versteckmöglichkeiten. Schafft man es, gleich diese ersten Tiere abzufangen, erspart man sich meist die große Masse an Nachfolgern. Aber auch wenn die Ameisen schon im Haus sind, ist keine Panik angebracht. Mit einigen konsequent angewandten Methoden ist man die Tiere auch schnell wieder los!“

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Ameise groß

Bio-Kampf gegen die Ameiseninvasion

Als wichtigste Maßnahme gilt: Den Ameisen die Nahrungsgrundlage entziehen! Lebensmittelreste entsorgen oder wegräumen, offene Dosen verschließen etc.

  • Topfpflanzen, die erst kurz in der Wohnung stehen, auf Ameisenbefall untersuchen.
  • Schlupflöcher wie Fliesenfugen oder kleine Spalten im Mauerwerk mit Silikon, Kitt oder Klebebändern verschließen.
  • Ameisenstraßen mehrmals mit Essigwasser oder Seifenlösung abwaschen und Geruchsbarrieren aus ätherischen Ölen oder stark duftenden Kräutern (Lavendel, Majoran, Thymian,...) oder Lebensmitteln (Kaffee, Zimt, Chili,…) errichten.
  • Hilfreich ist auch Diatomeen-Pulver (ein Algenpulver, auch bekannt als „Kieselgur“ oder „Siliziumdioxid“ SiO2) aus der Drogerie, die Ameisen können die scharfe Oberfläche kaum überwinden.
  • Ameisen sind auch mit dem Staubsauger zu entfernen – Staubbeutel entleeren!
  • Als Lockfalle zur „Umleitung“ der Ameisenstraße haben sich Honigreste, Zuckerwasser oder verdünnter Likör bewährt.
  • Bei hartnäckigen Fällen: Köderdosen mit natürlichen ätherischen Ölen aufstellen. Der Lockstoff wird von den Arbeiterinnen ins Nest getragen und erreicht dadurch auch die Königin, die die zahlreichen Nachkommen produziert.
  • Keine Ameisensprays verwenden! Deren Inhaltsstoffe werden im ganzen Raum verteilt und können eingeatmet werden. Diese Sprays enthalten meist Pyrethroide (Nervengifte).

… und schließlich: Keine Panik! Mit etwas Geduld und Konsequenz verschwinden die Ameisen meist ebenso rasch, wie sie gekommen sind.

Infos: Broschüre „Ameisen, Motten & Co“  zum Download

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Autorin: Annemarie Herzog

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