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Visionen 2040 - Ökosoziales Studierendenforum

Wie könnte ein gutes Leben in Zukunft aussehen? Das Ökosoziale Studierendenforum hat gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern junge Menschen dazu eingeladen, Visionen für ein nachhaltiges Leben 2040 zu erarbeiten. Alle waren sich einig: Die Möglichkeiten für Veränderungen liegen in der Luft.

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Foto: Ökosoziales Forum

Dass die globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, enorm sind, ist unbestritten. Doch das ist noch lange kein Grund, sich hilflos zu fühlen und dem politischen Leben abzuschwören. 25 engagierte junge Menschen haben sich beim Ökosozialen Studierendenforum getroffen und an Lösungen für die Zukunft gearbeitet.

Besonders die Bereiche Wirtschaft & Arbeit, Lifestyle/Ernährung & Mobilität sowie Partizipation & Stadt/Land wurden in drei Workshops genauer unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich, dass der Wunsch nach Verbundenheit in der Gesellschaft sehr groß ist und die Vorstellungen von einem Leben in der Zukunft sehr ähnlich sind. Im Anschluss an den Denk- und Diskussionsprozess haben die jungen Visionäre ihre Ergebnisse beim Fest der Ideen im Afroasiatischen Institut öffentlich vorgestellt.

Das sind die Ideen für eine lebenswerte Zukunft:


Partizipation, Stadt/Land
Eine Erkundungstour durch das Wien 2040: Die TeilnehmerInnen gehen durch eine entschleunigte Stadt. Neben energieeffizienten Wolkenkratzern gibt es gemeinschaftliche Wohnprojekte für jung und alt. Grünoasen bieten Raum zum Durchatmen. Familie und Freizeit haben einen sehr hohen Stellenwert. Die Menschen haben mehr Zeit füreinander und nutzen ihre Freizeit vor allem für Gemeinschaftsinitiativen, wie gemeinsames Gärtnern. Die Konsumorientierung ist stark zurückgegangen und es herrschte ein höherer Grad an Selbstorganisation. Zwischenmenschliche Wertschätzung und Kommunikation prägen das Leben 2040.
Am Land haben sich Ökosiedlungen gebildet, ebenfalls mit starker Selbstorganisation. Auch hier steht die Begegnung zwischen den Menschen im Vordergrund.

Lifestyle/Ernährung & Mobilität
Auch hier geht es um zwischenmenschliche Wertschätzung und Wertschätzung gegenüber der Umwelt. Eine dezentrale Versorgungsstruktur, regionale und saisonale Ernährung und vor allem Eigenanbau sind im Jahr 2040 selbstverständlich. Kommunikation hat einen wichtigen Stellenwert. Das Leben in unserer Gesellschaft ist weniger anonym. Man kennt seine Nachbarn und baut gemeinsame Nutzungssysteme aus, wie car sharing, bike sharing, etc.

Wirtschaft und Arbeit
Die Produkte sind langlebig, ökologisch und besser recycelbar. Es lohnt sich wieder, Geräte zu reparieren. Die Faktoren Zeit, vor allem Zeit miteinander und Lebensqualität haben einen hohen Stellenwert. Profitmaximierung spielt 2040 keine Rolle mehr. Die Alten nehmen aktiv am Leben teil, beispielsweise in einer Kombination aus Altenheim und Kindergarten. In der Schule werden Begabungen und Interessen gezielt gefördert. Es gibt ein Grundeinkommen für alle. Patente werden dem Gemeinwohl zugänglich gemacht und bleiben nicht mehr großen Konzernen vorbehalten. Die Entlohnung ist fair gestaltet.


„Eine Vision ohne Umsetzung bleibt nur ein Traum. Eine Umsetzung ohne Vision ist eine Tragödie. Eine Vision, die umgesetzt wird, ist die Hoffnung der Welt.“ Inschrift aus einer Kirche in Sussex von 1730


Am Ende eines langen, kreativen Prozesses waren sich alle einig: Die Möglichkeit für Veränderung liegt in der Luft. Die Zeit ist reif, um der Gesellschaft positive Beispiele einer möglichen Entwicklung zu zeigen und mit einer positiven Grundhaltung und Teilhabestrukturen zu motivieren, aktiv an einer besseren Zukunft mitzuarbeiten.

ANNEMARIE HERZOG

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