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Verrückt nach Nüssen

Damit man bei Nüssen durchblickt, muss man wohl ziemlich viele Nüsse essen. Schließlich sind die gut fürs Gehirn, sagt man. Nur welche Nüsse eigentlich?

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Die Haselnuss enthält von allen Nüssen am meisten Vitamin E. Reif ist sie, wenn sie sich leicht aus der grünen Hülle lösen lässt. Thinkstock/picsfive

Als Studentenfutter genossen Nüsse über Jahrzehnte einen besonders guten Ruf. Die sind gesund, hieß es -und wenn etwas so sehr aussieht wie ein Gehirn, wird es diesem bestimmt auch förderlich sein. Kaum zu glauben, aber Nährstoffanalysen untermauern diese interessante Logik. Denn Nüsse enthalten besonders viele Nährstoffe, die für eine ordentliche Funktion unserer grauen Zellen unerlässlich sind. Zum Beispiel wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Phosphor und Zink, B-Vitamine und Vitamin E sowie viele wertvolle ungesättigte Fettsäuren.

Doch gerade diese wären den Nüssen vor einiger Zeit beinahe zum Verhängnis geworden. Denn Fett liefert bekanntlich reichlich Kalorien und plötzlich waren die knackigen Kerne und Samen hauptsächlich als Dickmacher in aller Munde. Gut 550 - 700 Kilokalorien pro hundert Gramm, die kann man schwer vernachlässigen. Nüsse sollten daher in kleinen Portionen genossen werden, aber die können nicht nur für großen Genuss sorgen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten. Um mehr als die Hälfte übertreffen etwa die Walnüsse den hochgeschätzten Lebertran an mehrfach ungesättigten Fettsäuren - und von diesem Gaumen-quälendem Elixier soll ja schon ein Löffel täglich wahre Wunder bewirken.

Unterschätzt werden Nüsse auch als Eiweißlieferanten. In der Proteinqualität, die bestimmt, wie gut der Körper das Nahrungseiweiß verwerten kann, steht etwa die Pekannuss dem Rindfleisch in nichts nach. Nun wird so manche/r wohl entgegenhalten, dass Nüsse aber doch kaum Eiweiß enthalten. Aber auch hier weit gefehlt: Erd- oder Walnüsse bestehen bis zu einem Viertel aus Proteinen! Und was man den kleinen Kernen und Samen auch kaum zutraut: sie liefern ebenso viele Ballaststoffe wie Vollkornbrot, von dem man aber zugegebenermaßen mehr essen soll.

 Bio-Nüsse - Was sie von anderen unterscheidet:

  • Grüne Nüsse: Aus rein optischen Gründen werden Nüsse im konventionellen Bereich üblicherweise mit Schwefel gebleicht. Biofreunde verzichten gerne darauf.
  • Keine schädliche Begasung: Zum Lagerschutz dürfen konventionelle Nüsse mit giftigem Methylbromid oder Phosphorsäureestern begast werden. Bei Bio-Nüssen  ist nur der Einsatz von Kohlendioxid erlaubt.
  • Im konventionellen Anbau wird der Boden unter den Nussbäumen in der Regel umgehakt und mit Herbiziden behandelt. Im Biolandbau muss der Boden zum Erosionsschutz begrünt sein. Chemisch synthetische Pflanzenschutz- oder Düngemittel kommen nicht zum Einsatz.
  • Keine Insektizide: Auch Schädlingen hält man Schlaueres als die Chemie entgegen. So lockt man etwa den Apfelwickler (der auch Nüsse mag) durch natürliche Pheromone in die Falle.
  • Keine Gentechnik: Bionüsse wachsen ausschließlich auf nicht gentechnisch veränderten Bäumen und Sträuchern.
  • Bevor Nüsse von älteren, nicht eigens gepflanzten Baumbeständen als Bio zertifiziert werden können, bedarf es einer kontrollierten Umstellungszeit von 30 Monaten.
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