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Telekom Austria macht Telefonzellen zu Stromtankstellen

Richtungsweisender Schritt für E-Mobility in Österreich
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Telekom Stromtankstelle

E-Mobility ist eines der großen Zukunftsthemen. Schon heute sind E-Scooter und E-Fahrräder sehr begehrt und auch die Nachfrage nach E-Autos steigt kontinuierlich. Laut aktueller Studie des VCÖ wird die Zahl der Elektrofahrzeuge in den kommenden Jahren stark ansteigen. Im Jahr 2015 soll es bereits 50.000 bis 60.000 Elektromopeds bzw. Elektromotorräder geben. Auch bei Elektroautos gibt es großes Potenzial für die Umwelt. Hier prognostiziert der VCÖ 115.000 PKW mit Elektro- bzw. Hybrid-Motor bis 2015.

Telekom Austria unterstützt E-Mobility in Österreich und startet mit einem richtungweisenden Pilotprojekt als Teil umfassender Umweltaktivitäten des Unternehmens: In Zukunft werden Telefonzellen auch als Stromtankstellen genutzt. Der erste Prototyp wurde nun in Wien in Betrieb genommen. Bis Ende 2010 wird Telekom Austria rund 30 weitere öffentliche Stromtankstellen umsetzen.

Telekom Austria bringt in dieses Innovationsprojekt Stärken aus mehreren Unternehmensbereichen ein: Etwa die vorhandene Infrastruktur oder die Expertise im Mobilitätsbereich, etwa mit erfolgreichen Services wie Handy Parken. Und bei den mobilen Payment- und Identifizierungs-Systemen greifen wir innerhalb unseres Konzerns auf die jahrelangen Erfahrungen von paybox austria zurück. Gemeinsam ermöglichen wir ein wirklich zukunftsweisendes Service für unsere Kunden und leisten einen aktiven Beitrag zur CO2 Bilanz des Landes“, freut sich Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria und mobilkom austria.


Im Probebetrieb kostenlos laden – in Zukunft reicht ein SMS

Der erste Prototyp einer Telefonzelle mit E-Ladestation befindet sich in Wien, in der Lassallestraße 9, leicht erkennbar durch einen kleinen Leuchtwürfel am Dach. Aufgeladen werden können E-Autos, E-Scooter oder E-Fahrräder (230V/16A/Caravan-Steckdose).

Die Stromtankstellen sind in erster Linie dafür gedacht, E-Fahrzeuge unterwegs nachzuladen: „Wir bieten allen Besitzern von E-Fahrzeugen ein einmaliges Service: Während sie Besorgungen machen, können sie ihr Fahrzeug bequem nachladen. Unsere Stromtankstellen werden in Zukunft an Knotenpunkten in ganz Österreich verfügbar sein, denn Telefonzellen gibt es ja beinahe an jeder Ecke“, so Hannes Ametsreiter.

Der Ladevorgang selbst ist ganz einfach: Für den Testbetrieb genügt eine Identifizierung des Fahrzeugbesitzers über SMS oder einen RFID-Chip, der in den Stecker des Fahrzeugs eingebaut wird. Diese RFID-Chips werden in allen Telekom Austria und A1 Shops erhältlich sein. Eine Nachrüstung bestehender Stecker ist somit ganz einfach möglich. Das Laden selbst funktioniert dann ohne Anmeldung: Anstecken genügt.

Während des Pilotbetriebes wird das Strom-Tanken kostenlos sein. In Zukunft wird der Strom diverser Energieversorgungsunternehmen bequem mit paybox per Handy bezahlt, wobei der Vorgang per SMS oder mittels RFID-Stecker bzw. einer RFID-Karte (also mit Kontaktlos-Technologie) initiiert wird.


Passende Abstellbereiche bei jeder Stromtankstelle


Derzeit gibt es rund 13.500 Telefonzellen von Telekom Austria in Österreich, davon sind 700 Standorte in der Multimedia-Variante ausgestattet. Diese Standorte stehen in der ersten Ausbauphase im Fokus. Prinzipiell können aber alle Telefonzellen umgerüstet werden. Umgebaut werden grundsätzlich nur Telefonzellen, bei denen es auch entsprechende Abstellflächen bzw. Parkplätze für Elektrofahrzeuge gibt. Durch den zusätzlichen Einsatz von separaten Ladesäulen können von jeder Telefonzelle weitere Parkplätze versorgt werden.


Elektro-Mobilität mit enormen Wachstumsraten bis 2020


Telekom Austria sorgt in den nächsten Jahren Schritt für Schritt für weitere Verfügbarkeit von Stromtankstellen in ganz Österreich. Das Unternehmen schafft künftig als Mitglied der Austrian Mobile Power (AMP), der größten Plattform für E-Mobility in Österreich, einen zentralen Erfolgsfaktor für die Verbreitung von E-Mobility. Der VCÖ prognostiziert für 2020 405.000 PKW mit Elektro- bzw. Hybrid-Motor in Österreich. Laut der jüngsten Umfrage des VCÖ zeigt jeder neunte Alltagsradfahrer großes Interesse am Kauf eines Elektrofahrrads. Das größte Potenzial liegt laut Studie aber bei Auto- und Mopedfahrern. „In Österreich ist jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer, zwei Drittel sind kürzer als zehn Kilometer. Das sind Distanzen, die mit E-Scootern und E-Bikes optimal zurückgelegt werden können“, so VCÖ-Experte DI Martin Blum.


Ökologischer Gedanke verbindet


Die Einführung der Stromtankstellen entspricht dem ökologischen Grundgedanken von Telekom Austria. Generell fallen beim Betrieb eines Elektrofahrzeuges keine Emissionen an. Telekom Austria wird die Stromtankstellen möglichst mit erneuerbarer Energie betreiben. Nachdem die Unternehmenszentrale in der Lassallestraße schon seit 2008 mit Strom aus Kleinwasserkraft versorgt wird, gilt dies auch für die erste Pilot-Stromtankstelle vor Ort. Selbst der Fuhrpark wird in Zukunft entsprechend gestaltet werden: Wenn Fahrzeuge auf den österreichischen Markt kommen, die dem Leistungsprofil der Dienstfahrzeuge entsprechen, werden diese nach Möglichkeit auch eingesetzt. Derzeit sind fünf Hybridautos, ein Tesla Roadster sowie 14 Erdgasautos Teil der Fahrzeugflotte des Unternehmens. Darüber hinaus stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehrerer Standorte E-Fahrräder für Dienstfahrten zur Verfügung. Dieses Service wird in Zukunft noch weiter ausgebaut.

 

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