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Schwarze Perlen

Der Legende nach beklagte sich ein Hirt in Abessinien, dass seine Ziegen ungewöhnlich lebhaft wären und keine Anzeichen von Müdigkeit zeigten. Ein Mönch, der dem Rätsel nachging, fand auf der Weide eine grüne Pflanze mit roten Früchten. Er nahm sie mit nach Hause, braute sich einen Tee daraus und stellte fest, dass auch er nicht müde wurde.
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Kaffee muss heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel und süß wie die Liebe sein, sagt ein arabisches Sprichwort futureimagebank

Um die Geburtsstunde des Kaffees ranken sich viele Geschichten. Nachweislich zum ersten Mal getrunken wurde er im 16. Jahrhundert in Arabien. In einer Schrift aus dem Jahr 1587 gibt es erste Aufzeichnungen über den Kaffeeverbrauch. Kaffeehäuser entstanden erstmals 1530 in den syrischen Städten Damaskus und Aleppo. Der verstärkte weltweite Handel im 17. Jahrhundert brachte den Kaffee schließlich in die Alte Welt. Das erste Kaffeehaus in Europa öffnete 1645 am Markusplatz in Venedig seine Pforten. 1683 folgte mit der "Blauen Flasche" des Franz Georg Kolschitzky das erste Cafe in Wien. Unter allen Geschichten über den Weg der schwarzen Bohnen nach Wien hat sich seine am hartnäckigsten gehalten. Kolschitzky, der Retter Wiens vor den Türken, bekam als Anerkennung für seine Verdienste einen Sack Kaffeebohnen aus der Kriegsbeute geschenkt. Der Anfang einer unbeschreiblichen Erfolgsstory war gemacht.

Kaffee ist nach dem Erdöl der zweitwichtigste Exportrohstoff der Welt

Coffea arabica stammt ursprünglich aus Afrika. Heute beträgt die Anbaufläche weltweit mehr als zehn Millionen Hektar. Von den zahlreichen Coffea-Arten haben sich nur zwei Sorten im Kaffeeanbau durchgesetzt. 60 Prozent der Produktion stammen von Arabica-Bohnen, die ein besonders feines Aroma besitzen. 36 Prozent tragen die besonders widerstandsfähigen Robusta-Sorten bei.

Kaffee wird aufgrund der klimatischen Anforderungen vor allem in sogenannten Entwicklungsländern produziert. Die größten Produzenten sind Brasilien, Vietnam und Kolumbien. Die labile Situation des Kaffeepreises zwingt viele Familien in den Anbauregionen zur Landflucht und in die Armut.

Lesen Sie mehr in der Lebensart Ausgabe Oktober 2006

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Die Kaffeekirsche wird normalerweise nur einmal im Jahr geerntet, und das nach wie vor händisch. fairtrade
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SBI

Brotlose Zeiten

Rafaela Miller hatte schon in der Kindheit Hautprobleme. Später kamen Durchfälle und schlimmes Aufstoßen dazu. Das Brot gärte wie ein Kloß im Bauch. "Ich fühlte mich energetisch sehr schwach". Bis sie schlussendlich auf ihre Unverträglichkeit draufgekommen ist. "Ich vertrage weder Weizen, Roggen oder Gerste. Seit ich diese Getreidesorten und vor allem jedes normale Brot vom Speisezettel gestrichen habe, geht es mir einfach besser."

Getreideallergiker und Zöliakiebetroffene müssen penibel auf ihre Ernährung achten. Bei der Zöliakie verträgt man keinerlei Gluten. Gluten sind das Kleber-Eiweiß in vielen Getreidesorten, wie Weizen, Roggen, aber auch Dinkel und Einkorn. Es gibt viele Lebensmittel, in denen Getreide und Gluten versteckt vorhanden sind, wie Müsliriegeln, Wurstsorten, Tiefkühlprodukte und Geschmacksverstärker.

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