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Was tun gegen Schnecken im Salat?

Tipps zur Vertreibung aus dem Schneckenparadies und woran Sie "die Guten" erkennen.

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Foto: Pixabay_commons Pixabay

Wenn ganze Armeen von Schnecken über das Gemüse herfallen wird selbst der geduldigste Gärtner die ungeladenen Gäste hinauskomplimentieren. Manchen Gartenbesitzern scheint eine chemische Bekämpfung die einzige Möglichkeit, um den Appetit der gefräßigen Schleimer zu bremsen. Doch Giftcocktails belasten nicht nur Boden und Wasser sondern gefährden auch Vögel und Säugetiere.

So vertreiben Sie die Schleimer

Die Maßnahmen zur ökologischen Schneckenvertreibung sind einfach und in Kombination am wirkungsvollsten:

  • Die feuchtigkeitsliebenden Schnecken sind nachtaktiv und fühlen sich in einem abends gegossenen Beet besonders wohl. Daher nur morgens und nur im Wurzelbereich der Pflanzen gießen.
  • Vor den ersten Frösten im Herbst umstechen und vor den letzten Frösten im Frühjahr den Boden lockern. Das zerstört die Ruheplätze und Eigelege der Schnecken.
  • Frischgemähtes, feuchtes Gras entfernen und Mulchschichten nur dünn und trocken aufbringen, damit sich die Schnecken darunter nicht verkriechen können.
  • Barrieren um gefährdete Pflanzen errichten. Dafür eignen sich Schneckenzäune ebenso, wie das Aufbringen von Getreidespreu, Schilf, Fichtennadeln oder trockenen Sägespänen, die allerdings nach jedem starken Regen wieder erneuert werden müssen.
  • Gewöhnungsbedürftig, aber sehr wirksam, ist es, die Schnecken morgens und abends abzusammeln. Einfacher wird dies, wenn Sie dafür Unterschlupfplätze mit alten Brettern oder Steinen errichten. Oder Sie locken die Schnecken mit Bier in die Falle. Dazu einen halb gefüllten, großen Joghurtbecher so eingraben, dass er noch 2 - 3 cm herausragt. Die gesammelten Tiere nicht wieder in die Natur entlassen. Auch wenn es grausam klingt, sollten die Schnecken getötet werden. Kleine Mengen im Kompost entsorgen, größere Mengen im Restmüll.

Natürliche Schneckenbarriere

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Foto: Rosenfellner/Myproduct Foto: Rosenfellner/Myproduct

Eine natürliche Schneckenbarriere bietet beispielsweise die Rosenfellner Mühle an. Sie besteht aus Pflanzenteilen, die in der Mühle übrig bleiben, und sie ist mit dem "Natur im Garten"-Gütesiegel und dem Siegel "biologisch gärtnern" ausgezeichnet. Biogärtner Karl Ploberger hat die Schneckenbarriere aus der Mühle unter die Lupe genommen. Sein Urteil: Sie funktioniert bestens und ist eine Bereicherung für den Biogarten. Erhältlich in ausgewählten Bioläden und Reformhäusern, in Baumärkten und Gartencentern (u.a. Starkl, Bellaflora) sowie im Mühlenladen der Rosenfellner Mühle und im Online-Shop  www.rosenfellner.at.

Achtung: Es gibt auch gute Schnecken

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Schnegel. Foto: Wikimedia Commons Schnegel. Foto: Wikimedia Commons

Wenn Sie einen Schnegel im Garten finden - das sind schwarz-gefleckte Nacktschnecken, die zwischen 5 und 25 cm lang werden können - dann begrüßen Sie diesen als Verbündeten. Schnegel oder Egelschnecken fressen kein Grünzeug, sondern die Gelege der orangeroten Spanischen Wegschnecke.

In einem vielfältig und naturnah gestalteten Garten verweist die Natur von selbst die Schnecken in ihre Grenzen. Hier finden auch andere tierische Gartenbewohner Lebensraum, wie Igel, Maulwürfe, Frösche oder Vögel. Und auf deren Speisekarte stehen Jungschnecken und ihre Eigelege ganz oben.

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