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Putenbraten: Woher kommt das Fleisch?

An Feiertagen darf’s schon mal was Besonderes sein. Da wird der Tisch für die Familie und Freunde gedeckt und oft ein ganzer Truthahn gebraten. Wie ist das Tier aufgewachsen und woher kommt es?

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Foto: Alleko/thinkstockphotos Foto: Alleko/thinkstockphotos

Putenfleisch gilt als fettarm und gesund. sterreich versorgt sich zu weniger als 40 Prozent selbst mit Putenfleisch. Der Verein Land schafft Leben hat sich auf die Spur des Vogels begeben und zeigt seinen Weg von der Brüterei bis zum Schlachthof.

Geht es nur um den Preis, hat heimisches Putenfleisch keine Chance. Auch wenn von der Genetik bis zur Stalleinrichtung in Österreich vieles ähnlich ist wie in anderen Ländern, gibt es doch einige Unterschiede. Heimische Bauern dürfen 40 Kilo pro Quadratmeter halten. Länder, aus denen wir Putenfleisch importieren, haben diesbezüglich keine Regelung.

Schweiz hat fast gesamte Produktion verloren

Wozu ein Gesetz, das mehr Tierwohl bewirken soll, führen kann, zeigt das Beispiel Schweiz. Dort ist die Besatzdichte noch strenger geregelt und die Putenproduktion fast vollständig verschwunden. Die Schweizer importieren nahezu ihren gesamten Bedarf. Wie die Tiere gehalten werden müssen, entscheiden somit die Gesetze anderer Länder. Warum Konsumenten gerade bei der Pute so wenig auf die Herkunft achten, lässt sich nur vermuten. Die Pute stammt aus Nord- und Mittelamerika, ist also ein exotischer Vogel. Abgesehen von seinen Küken gilt er weder als niedlich noch als besonders schön. Schweizer Branchenvertreter vermuten, dass die Pute nicht wie Kuh und Huhn als alteingesessenes heimisches Tier wahrgenommen und deshalb weniger wertgeschätzt wird.

Kaum heimisches Fleisch im Außer-Haus-Konsum

Für Österreich gilt wohl ähnliches. Die Konsumenten greifen nur dann zur österreichischen Ware, wenn diese klar gekennzeichnet ist. Bei Frischfleisch im Lebensmitteleinzelhandel ist das verpflichtend. Ist die Herkunft nicht am ersten Blick erkennbar, ist es mit dem Patriotismus beim Fleischkonsum vorbei. Im Außer-Haus-Konsum und bei Fertigprodukten kann man davon ausgehen, ausländisches Putenfleisch serviert zu bekommen, wenn das Herkunftsland nicht draufsteht. Ist der Preis der wichtigste Faktor, gewinnt jedenfalls das Fleisch aus dem Ausland. Ist die Besatzdichte nicht limitiert, können die Bauern mehr Puten auf weniger Platz mästen. Die Mehrheit der heimischen Bauern füttert gentechnikfrei, in der konventionellen Putenfleischproduktion weltweit eine Ausnahme. In anderen Bereichen unterscheidet sich die heimische Produktion kaum. Die schnell wachsenden Hybridrassen werden international gezüchtet. Stalleinrichtung wie Tränken und Futterbehälter machen große Hersteller für Bauern aus vielen Ländern. Zwei heimische Schlachthöfe verarbeiten tausende Puten pro Tag. Dennoch ist die österreichische Putenfleischproduktion vergleichsweise kleinstrukturiert.

Bio-Puten

BIO-Puten werden bei offiziell registrierten und kontrollierten BIO-Bauern aufgezogen. Sie erhalten ausschließlich biologisches Futter und können sich jederzeit im Freilandgehege bewegen. Im Stall steht ihnen die doppelte Fläche im Vergleich zur konventionellen Putenaufzucht zur Verfügung.
Bio-Putenfleisch gibt es z.B. von Sonnberg www.biofleisch.biz oder Pöttelsdorfer www.edelpute.at.

Weitere Infos:
Videos zum Weg der Pute und alle Themen, Daten und Fakten rund um Putenfleisch aus Österreich: www.landschafftleben.at

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