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Naturfreunde: Klimagerechtigkeit im Fokus

Die Naturfreunde Internationale stellt den Kampf gegen den Klimawandel und für Klimagerechtigkeit in den Fokus ihrer Arbeit. Sie stellt konkrete Forderungen an die Politik und ruft  zu raschem Handeln auf.

Der internationale Kongress der Naturfreunde im Oktober widmete sich dem Thema Klimagerechtigkeit. Unter dem Motto "Klimagerechtigkeit leben! Solidarisch in eine gute Zukunft!" sollen in den nächsten drei Jahren konkrete Aktivitäten für mehr Klimagerechtigkeit initiiert werden.
Die Eindämmung des Klimawandels, die Abmilderung der Folgen des Klimawandels und die Gestaltung einer sozial gerechten globalen Wirtschaftsordnung sind die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.  Damit muss jetzt begonnen werden. Denn die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit der Erde sind längst erreicht und die sich zuspitzenden sozialen Ungleichheiten auf globaler Ebene führen einerseits zu zunehmenden kriegerischen Konflikten, andererseits zu unermesslicher Armut und Elend ganzer Bevölkerungsgruppen.

Daher fordern die Naturfreunde:

  • Die Ausarbeitung eines eigenen Protokolls zur Klimarahmenkonvention, welches speziell auf Klimamigranten ausgerichtet ist und Maßnahmen zur Versorgung, Ausbildung und Rückführung von Migranten sowie die Möglichkeit der Umsiedlung von Menschen aus Gefahrenzonen vorsieht.
  • Verzicht auf Gewalt, Repression und eine Untergrabung der Menschenrechte im Umgang mit Migrationsbewegungen, die durch den Klimawandel verursacht werden.
  • Der über die Klimarahmenkonvention geschaffene Green Climate Fund sowie Kredite der Weltbank und der regionalen Entwicklungsbanken sollen den Fokus auf Finanzierung und Umsetzung von Maßnahmen und Projekten legen, die Klimaschutz und Gerechtigkeit verbinden und eine regionale nachhaltige Wirtschaft in diesen Ländern aufbauen.
  • Europa muss alle Exportsubventionen abbauen und anstelle dessen in die Verbesserung der Produktivität der Landwirtschaft in den Ländern des globalen Südens investieren.
  • Alle Förderungen und Maßnahmen müssen als Auflage die Beteiligung und Kontrolle von Nichtregierungsorganisationen und lokalen Akteuren vorsehen.

Die Naturfreunde Internationale (NFI) ist der internationale Dachverband der Naturfreundebewegung mit 49 Mitgliedsorganisationen und rund 350.000 individuellen Mitgliedern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Gestaltung und Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft. www.nf-int.org

Ausgleich für Reisen: Klimaschutzprojekte unterstützen

Mit dem Naturfreunde Klimafonds bietet die NFI allen Reisenden die Möglichkeit, als Ausgleich für Flug- und PKW-Reisen Klimaschutzprojekte der Naturfreunde in Afrika zu unterstützen und so ihren persönlichen Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit zu leisten. Die Beitragszahlungen fließen zu 100 Prozent in konkrete Maßnahmen vor Ort, welche die Folgen des Klimawandels mildern und/oder zum Klimaschutz beitragen. www.climatefund.nf-int.org

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