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Klimaanlage & Gastherme?

Keine gute Kombination: Eine Gastherme und ein mobiles Klimagerät - denn die Klimaanlage kann das giftige Kohlenmonoxid in die Wohnung ziehen.

Eine Hand hält eine Fernbedienung, die ein mobiles Klimagerät im Hintergrund steuert.
Foto: Dmitri Maruta/M Production/iStock

Rauchfangkehrer, Installateure, Feuerwehr und Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) haben bereits wiederholt davor gewarnt, mobilen Klimaanlagen in Kombination mit Gasthermen einzusetzen. Mit den mobilen Klimageräten sind Monoblock-Geräte gemeint, die Luft aus dem Raum ansaugen, einen Teil davon mit einem Schlauch ins Freie abführen und einen anderen gekühlt in den Raum zurückgeben.
Durch das Abführen der heißen Luft, entsteht in der Wohnung ein Unterdruck. Insbesondere wenn die Wohnung sehr gut abgedichtet und isoliert ist, saugt die Klimaanlage so frische Luft aus dem Rauchfang ein - und die Abgase der Gastherme zurück in die Wohnung. Das enthaltene Kohlenmonoxid ist geruch-, geschmack- und farblos - es verdrängt Sauerstoff, führt zu Bewusstlosigkeit und schließlich auch zum Tod. Weil die Klimaanlagen immer leistungsstärker werden, häufen sich auch die Unfälle mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Was tun?

Eine wichtige Frage ist, ob mehrere Gasthermen an einem Rauchfang hängen. In diesem Fall reicht es nämlich nicht aus, die gemeinsame Nutzung von Gastherme und Klimaanlage zu unterbinden, weil auch Kohlenmonoxid angesaugt werden kann, wenn der Nachbar seine Therme nutzt. Deshalb zahlt es sich aus, vor Einsatz einer mobilen Klimaanlage mit dem/der Rauchfangkehrer*in über den Lufthaushalt der Wohnung und die Situation zu sprechen. Diese können Lösungen vorschlagen, die tatsächlich sicher sind.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Split-Klimaanlage statt des Monoblok-Gerätes. Diese bringt die Hitze durch ein Kühlmittel in die Außenluft während der Lufthaushalt der Wohnung gleich bleibt. Mittlerweile gibt es auch "mobile" Varianten dieser Lösung, die keinen Wanddurchbruch erfordern.