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Im Gespräch mit unseren LeserInnen April/Mai 2015

Schreiben auch Sie uns Ihre Meinung zu einem Artikel aus der aktuellen Ausgabe oder zu einem Thema, das Sie besonders bewegt.

Staudammbau mit dramatischen Folgen

Bernhard und Marianne Hofer, Prutz in Tirol

Die Darstellung der Auswirkungen von Wasserkraftwerksbauten ist wohl sehr verkürzt ausgefallen. Nur negative Auswirkungen anzuführen, welche von Fall zu Fall unterschiedlich stark auftreten, ist nicht seriös. Sehr positive Aspekte, wie z.B. regionalwirtschaftliche Vorteile, Ersatz von fossilen Energieträgern, Verminderung des Abflusses von Finanzmittel für den Import von Energie etc. werden nicht angeführt.

Das Entweichen großer Mengen an Treibhausgasen aus Stauseen darf nicht verallgemeinert werden. Die Menge hängt vor allem von der Zusammensetzung des überstauten Bodens ab. Bei Böden mit wenig Humusanteil, wie in Gebirgsregionen, sind die Treibhausgas-Emmissionen vernachlässigbar. Die Forderung nach verbesserten Standards für die Errichtung und den Betrieb von Wasserkraftanlagen können wir nur unterstützen. Dafür gibt es bereits international anerkannte Standards.

Als Biobauern sind wir an einer sparsamen Energieverwendung und an einer ausgewogenen Stromerzeugung aus regenerativen Quellen sehr interessiert. Dazu gehören Wasser, Sonne und Wind. Wegen der volatilen Verfügbarkeit von Photovoltaik und Windenergie ist ein Zusammenspiel mit Speichern besonders nachhaltig. Diese werden durch die Staudämme erst real. Alternativen werden zwar erforscht und in kleinen Größenordnungen auch angewendet, sind jedoch mit Sicherheit noch Jahrzehnte nicht in großem Maßstab anwendbar.

Ein Leben zwischen Klimaschutzzielen

Maria Dettenwaiz, E-Mail

Zu Ihrer Aussage „Wir hinterlassen den Enkelkindern den ganzen Dreck“ kann ich nur sagen: „Wir“ leiden bereits intensiv mit. „Wir“, das sind zumeist Klima-, Umwelt- und vor allem Tierschützer, leiden immer mehr unter den Folgen der „Alles will haben und machen“-Gesellschaft.

Zu Jahresbeginn fangen Wir – ich nenn sie allerdings “Wirer“ - mit den Knallern an, die Umwelt und die Gesundheit zu belasten. Für reine Luft muss viel mehr Sorge von allen Seiten getragen werden. Luft ist ein Lebensmittel! Unsere Politik hat so gut wie kein Interesse am Klimaschutz. Eine Gesellschaft, die als Verbraucher zählt, wird ihren Lebensstil nicht hinterfragen. WIR wissen, dass wir den Planeten und alles was darauf lebt zerstören, den WIRERN bleibt es scheinbar verborgen.

Ist ökologisch Wohnen Luxus?

Martina Bella, E-Mail

Bei dem Satz "...für acht oder zehn Wohnungen ein gemeinsames großes Wohnzimmer..." musste ich herzlich lachen. In Österreich ist es eher so, dass eine Familie mehrere Wohnzimmer benötigt, damit der Haussegen nicht schief hängt. Man sollte die Menschen so wohnen lassen, wie es ihren Vorstellungen und Möglichkeiten entspricht, das haben Sie im Editorial anhand einer erwähnten Studie gut festgestellt. Der wichtigste Punkt ist die optimale Lebensqualität, die für jeden etwas anderes bedeutet.

Wohnen war schon immer teuer. Jede Generation musste all ihre Kraft und Ersparnisse in den Bau ihres Eigenheimes investieren und brauchte Jahre, um alles fertigzustellen. Heutzutage verteuern tatsächlich unnötige Vorschriften das Bauen zusätzlich und die Eigenverantwortung und Eigenleistung des Bauherrn wird auf ein Minimum beschränkt wie auch die Bauzeit nur ein Minimum betragen sollte. Wobei die Vorschrift von Autoabstellplätzen noch die gescheiteste von allen ist. Wie kommen die Nachbarn dazu, die Autos von den "spargebauten" Wohnungen und Häusern vor ihren Liegenschaften abgestellt zu bekommen, samt blockierten Einfahrten und Lärm des Türzuschlagens?

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