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Gutes Spielzeug ohne Gift

In den Spielzeugabteilungen ist Hochbetrieb: Über den bunt beladenen Regalen liegt der Duft von  fruchtigen Kinderparfüms. Was nehmen, wovon die Finger lassen?

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Ysal / Istockphoto

Vor den Auslagen von Spielzeuggeschäften beginnen Kinderaugen zu leuchten. Leider decken sich die Vorstellungen der Eltern häufig nicht mit denen der Kinder,wenn es darum geht, geeignetes Spielzeug auszusuchen. Neben pädagogischen Bedenken verunsichern Berichte über bedenkliche Inhaltsstoffe in Baby- und Kinderspielzeug die Eltern. Woran erkennt man ökologisches und gesundes Spielzeug?

Kein Duft

Strawberry kiss, sweet cherry oder chocolate. Kinder lieben es, wenn ihre Spielsachen nicht nur bunt sind, sondern auch gut riechen. Spielzeug, das stark riecht, sollte das Christkind allerdings lieber im Regal stehen lassen. „Duftstoffe können Allergien auslösen. Daher rät "die umweltberatung" von Spielzeug mit Duftnote und von Kinderparfums ab“, warnt DI (FH) Harald Brugger MSc.

Plastikgeruch vermeiden
Auch Spielzeug mit intensivem Plastikgeruch sollte nicht unterm Baum liegen. „Ein starker, unangenehmer chemischer Geruch kann ein Hinweis auf schlechte Qualität des Plastiks sein. Stoffe, wie zum Beispiel für die Gesundheit bedenkliche Weichmacher, können sich aus diesen minderwertigen Produkten lösen“, erklärt Harald Brugger. Kaufen Sie deshalb kein Spielzeug, das auffallend riecht.

Achten Sie auf Herstellerangaben und Gütesiegel wie das „Spiel gut“-Siegel

Wer auf einem Spielzeug das „Spiel gut“-Siegel entdeckt, kann beruhigt zugreifen. Denn das rote Siegel kennzeichnet Qualitätsspielzeug, das Kriterien für pädagogisch wertvolles Spielzeug und Standards wie Langlebigkeit, Gesundheit und Sicherheit erfüllt.

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Aktueller Test: viele Kinderartikel fallen durch

Das Verbraucherportal expertentesten.de hat 20 verschiedene Baby- und Kleinkinderprodukte - von Spielzeug bis Kleidung und Bettwäsche getestet. Unter den Produkten waren Markenartikel aus Deutschland ebenso wie in China produzierte No-Name-Artikel. Das Ergebnis lässt zu wünschen übrig: 50 % aller getesteten Produkte sind mit einem oder mehreren Schadstoffen belastet! Die gesetzlichen Grenzwerte wurden jedoch bei keinem einzigen Produkt überschritten.

Weil aber bei Kinderprodukten Schadstofffreiheit oberstes Gebot ist, hat expertentesten.de strengere Grenzwerte angelegt: so galten für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - die  als krebserregend gelten - 0,2 mg/kg, der gesetzliche Grenzwert liegt bei 1 mg/kg. Dieser Prüfung hielten viele Produkte nicht stand. Neben den PAKs wurden auch Azofarbstoffe und das kanzerogene Phthalat Diethylhexylphthalat (DEHP).

DEHP enthielten die Motorik-Rassel von Hess und das Schnorchelset von Aqua Lung. Mehrfach schadstoffbelastet war auch ein Strampleroutfit von Longra, eine Kindermatratze von Malie und ein Kunststoffpferd von Spiegelburg.

Holzspielzeug, bei dem in früheren Tests oft problematische Stoffe in den Lacken nachgewiesen wurden, schnitt beim aktuellen Test auffallend gut ab.

Alle getesteten Produkte und Ergebnisse
 

Infoblatt „Augen auf beim Spielzeugkauf“, kostenlos zum Download auf www.umweltberatung.at

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