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Genuss im Überfluss

Auch die Natur kann verschwenderisch sein. Bäume, deren Äste sich unter frischem, reifem Obst nur so biegen. Sträucher, die schon von Weitem mit ihrer bunten, beerigen Pracht locken. Blütendolden, deren betörender Duft einem die Sinne raubt. Und wenn die Natur derart protzt, sei auch uns ein wenig Luxus vergönnt: ein gutes Gläschen frischen Saftes, die konzentrierte Süße des Lebens.

Frau hält Glas mit Orangensaft.
Jan Vasek/Pixabay

Ohne Zweifel ist Saft ein wahres Luxusprodukt. Früher auf die Zeit der Ernte beschränkt, könnte man ihn heute wohl als nicht unpräzisen Gradmesser des Wohlstands einer Gesellschaft heranziehen. Mittlerweile gibt es Säfte in allen Farben des Regenbogens, klar und trüb, mit Fruchtfleisch und ohne. Aus Beeren, Gemüse, heimischen Obst und auch aus Südfrüchten, pur und gespritzt...

Saft ist nicht gleich Saft

Der Konsument ist geneigt zu glauben, dass jedes Getränk, dessen Verpackung mit fuchtigen Bildern geschmückt ist, Saft enthält. Bei vielen taucht dabei ganz unbemerkt im Hinterkopf ein Bild von einem Menschen auf, der fröhlich und ausgeglichen in einer sonnendurchfluteten Landhausküche, die Früchte mit einem nostalgischen Werkzeug auspresst. Wer darüber nachdenkt weiß natürlich, dass Saft heute anders produziert wird. Unwissenheit herrscht allerdings größtenteils immer noch darüber, was wirklich in den Flaschen und Packungen steckt.

Fruchtsaft - oft 100% konzentriert

Neben der Angabe 100% Saft steht oft der Hinweis "Konzentrat". Denn gerade bei importierten Säften ist es üblich, diese in ihrem Herkunftsland zu konzentrieren, sprich: zum Teil das Wasser zu entziehen und Fruchtfleisch wie Aroma abzutrennen. Transportiert wird das Konzentrat in riesigen Eisblöcken, die hierzulande aufgetaut und wieder verdünnt werden. Zur vollständigen Wiederherstellung erhalten sie natürlich auch ihre Aromastoffe zurück. Bei importierten Säften macht das in gewisser Weise Sinn. Schließlich spart man hier Unmengen an CO2, da in konzentrierter Form nur etwa ein Fünftel der Direktsaftmenge transportiert werden muss. Wenn heimische Säfte konzentriert werden, geschieht dies allerdings nur, um Lager- und Transportkosten zu senken.

Direktsaft wird nicht konzentriert und wieder verdünnt, hier kommt der Saft direkt in die Flasche. Zudem darf er nicht gezuckert werden. Nachdem er dementsprechend größere Lager- und Transportaufwand bedeutet, ist es sinnvoll, Saft aus der Umgebung den Vorzug zu geben.

 

 

Ist roter Traubensaft gesünder als weißer?

Roter Traubensaft enthält Resveratol, eine Substanz, die das "gute" HDL-Cholesterin fördern und das "schlechte" LDL-Cholesterin senken kann. Bei regelmäßigem Konsum wirkt es daher Herz-Kreislauferkrankungen entgegen.

Sowohl der rote als auch der weiße Traubensaft enthalten Polyphenole, die das Immunsystem stärken und freie Radikale - welche die Körperzellen schädigen können - unschädlich machen. Polyphenole wirken zudem gefäßerweiternd und entzündungs-vermindernd. Damit schützt auch der weiße Traubensaft das Herz-Kreislauf-System und wirkt Thrombosen entgegen. Er enthält zwar weniger Polyphenole, sie haben aber eine bessere Wirksamkeit als die im roten. Daneben enthalten Traubensäfte noch viel Folsäure, die bei Zellteilungs- und Wachstumsabläufen wichtig ist, und für Herz- und Blutgefäßgesundheit eine Rolle spielt. Traubensaft wirkt hohem Blutdruck entgegen, aufgrund des hohen Kaliumgehaltes, und ist reich an Betacarotin und Vitamin C.

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