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Generationen & Klimawandel

Redakteurin Olivia Leth betrachtet die Herausforderung Klimawandel durch die Augen ihrer Familie. Persönliche Erzählungen werden mit klimarelevanten Fakten unterlegt und in den Kontext einer globalen Krise gesetzt. Ein dokumentarisch anmutendes Videoprojekt über vier Generationen und die großen Fragen für eine sich überschlagende Welt.

Die Hände einer älteren Person strecken eine Weltkugel zur Bildmitte. Zwei Kinderhände sind bereit, die Weltkugel zu übernehmen.
Foto: Przemyslaw Koch, Shutterstock

Mehr als eine Milliarde Jahre lang haben winzig kleine Bakterien in den Urozeanen vor sich hingearbeitet und Photosynthese betrieben, bis die Erdatmosphäre ausreichend mit Sauerstoff angereichert war, um Leben an Land zu ermöglichen. Dazwischen hat sich Millionen Jahre lang nur sehr wenig getan. Das Leben heute, was uns antreibt, was uns umgibt und mit welchen Problemen wir konfrontiert sind, verändert sich im Vergleich dazu in einem rasend schnellen Tempo.

Was meine Großmutter in ihrer Jugend bewegt hat, kann ich mir heute nicht mehr vorstellen – und umgekehrt. „The Great Acceleration“ – die große Beschleunigung der 1950er Jahre – ist gerade mal 70 Jahre her. Seither bewegen wir uns mit großen Sprüngen über den ganzen Globus, heizen und kühlen unsere Wohnungen ganz automatisch auf wohltemperierte 20 °C und können alles, was wir wollen, abgepackt und abholbereit in einem Geschäft kaufen. Dieses Tempo hat einen hohen Preis.

Milliarden Jahre lang hat es gedauert, Leben an Land zu ermöglichen. Es zu zerstören oder zumindest aus dem Gleichgewicht zu bringen, geht ganz schnell. Im Laufe eines einzigen Menschenlebens hat sich die Welt so verändert, dass jede neue Generation mit völlig anderen Themen konfrontiert ist.

Ich wollte verstehen, was sich zwischen der Geburt meiner Großmutter 1924 und der Geburt ihres Urenkels 2021 so dramatisch verändert hat, dass wir heute vor einer Krise unserer Biosphäre stehen. Wie haben sich die Lebensumstände geändert, mit welchen Prägungen sind die einzelnen Generationen groß geworden und welchen Beitrag hatten diese Prägungen auf die Entwicklung der Klimakrise? Meine Großmutter vertritt die (Nach-)Kriegsgeneration, meine Mutter die Babyboomer-Generation und meine Schwester meine eigene Generation – welchen Namen auch immer man ihr geben will. Sie alle reflektieren ihre eigene Generation und fragen sich: Welche Welt wünschen wir uns für kommende Generationen? Was haben wir aus den letzten hundert Jahren gelernt? Und was davon können wir unseren Kindern im Umgang mit der Klimakrise mit auf den Weg geben?

Ein Filmprojekt von Olivia Leth
In Kooperation mit LEBENSART - Magazin für nachhaltige Unternehmenskultur


"Two Acres" by Arend Music from Uppbeat (free for Creators!):
uppbeat.io/t/arend/two-acres
License code: TJNMSXUQ5YOGXEHS

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