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Gemüse auf dem Balkon pflanzen

An Balkongeländern klettern grüne Ranken, aus Töpfen und Blumenkisten sprießen Blätter –auf wenigen Quadratmetern pflanzen Balkongärtner Kräuter, Salat, Paradeiser oder Erdbeeren. Was braucht es, damit das Gärtnern in luftiger Höh‘ gelingt?

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fotolia, Himmelssturm

BalkongärtnerInnen holen sich ein Stück Natur in die Stadt. Das frische Grün von Kräutern und Gemüse zeichnet Farbtupfer in das dumpfe Grau der Fassaden. Kleine Flächen reichen bei guter Planung für täglich frisches Blattgemüse . Durch höhere Temperaturen in den Städten, verlängert sich die Vegetationszeit und es kann oft ein zweites Mal ausgepflanzt werden.

Wie bekommt man den Garten auf den Balkon?
Bevor das große Pflanzen beginnen kann, muss die Tragkraft des Balkons oder der Terrasse ermittelt werden. Danach packt man am besten den Kühlschrank voll Getränke und organisiert sich ein paar Helfer. Denn das Heranschleppen von Töpfen, Erde und Bio-Dünger kann ganz schön anstrengend werden.

Als Erde empfiehlt sich fertiges Bio-Substrat oder selbst gemischte Pflanzenerde. Dazu mischt man 5 Teile guten Gartenbodens mit 2 Teilen reifem Kompost und einem Teil Sand (wenn die Erde selbst nicht sandig ist). Diese Erde bringt allerdings doppelt so viel Gewicht auf die Waage bzw. den Balkon wie Substrat. Achten Sie darauf, dass Terrassenböden, Abflüsse und Regenrinnen nicht mit Erde verschmutzt werden.

Pflanzgefäße
Ob frostbeständiger Ton, glacierte Keramik, Kunststoff oder Metall – ideal sind quadratische oder rechteckige Formen, um den vorhandenen Raum gut nutzen zu können. Jedes Pflanzgefäß, das im Freien aufgestellt wird, braucht ein Abflussloch, damit die Pflanzen nicht „ertrinken“. Für Salate, Radieschen, Spinat oder Zwiebel reichen 15-30 cm tiefe Gefäße. Wurzelgemüse, Paradeiser oder Erdäpfel brauchen mehr Erde und mindestens 40 cm tiefe Tröge oder Säcke. Je größer das Pflanzgefäß ist, umso mehr Wasser kann es aufnehmen und kontinuierlich an die Pflanzen abgeben. Es ist daher günstiger, wenige große Gefäße zu bepflanzen als viele kleine.

Aller Anfang ist leicht
Andrea Heistinger hat in ihrem Handbuch Bio-Balkongarten Erfahrungen von GärtnerInnen zusammengetragen, die schon seit vielen Jahren Gemüse auf dem Balkon anbauen: „Wer das erste Mal Gemüse pflanzt, sollte vor allem auf den Standort achten. Ideal ist eine Süd-Ost-Ausrichtung. Für vollsonnige Lagen sind Fruchtgemüse sehr gut geeignet: Cocktailtomaten, Paprika, Chili, Melanzani können früher ins Freie und sind auch früher erntereif. Im Spätsommer können dann noch einmal Salate oder Wurzelgemüse ausgepflanzt werden. Problematisch sind in vollsonnigen Lagen Blattgemüse, außer Mangold, Petersilie und Basilikum kann man gut zu Tomaten setzen. Basilikum erst auspflanzen, wenn die Nachttemperaturen nicht mehr unter 16 Grad fallen.“ Paradeiser sind grundsätzlich unkompliziert. Wer den Pflanzen einen sonnigen, vor Regen geschützten Platz gibt, wird gesündere Pflanzen heranziehen als im Garten, weil sie kaum von der Krautfäule befallen werden.

Lesen Sie mehr in der LEBENSART Juni 2012

Autorin: ANNEMARIE HERZOG

Infos:
Jungpflanzenversand: www.arche-noah.at
Mit Bio-Gemüse und –Kräutern fertig bepflanzte Boxen: www.gartenbox.at

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