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Ei, ei, ei, ob das alles stimmt?

Alle Jahre kommt sie wieder: die große Ei-Debatte zu Ostern. Doch heuer ist alles anders. Denn seit 2009 ist in Österreich die Käfighaltung schließlich verboten. Jetzt sollte es also nur mehr Eier von glücklichen Hühnern geben, oder nicht?
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Jedes zweite in Österreich verspeiste Ei stammt aus Käfighaltung - und daran wird sich wenig ändern. In Biolebensmittel sind keine Eier aus Käfighaltung. Istockphoto

Jeder kennt sie: die grausigen Bilder von den verwahrlosten, verstörten Hühnern. Zu tausenden über-, unter-, und nebeneinander in Käfige gepfercht. Keine Frage, hier sind sich alle einig: so geht das nicht! Eier von so armen Tieren will keiner!
Schon eigenartig, dass 2008 dennoch jedes zweite Ei, das in Österreich verspeist wurde aus Käfighaltung stammte. Auch wenn immer mehr Menschen schon seit Jahren bewusst Eier aus Käfighaltung meiden, entkommt man diesen nur schwer. Denn zwei Drittel der konsumierten Eier isst man mehr oder weniger unbewusst. In der Panade vom Schnitzel beim Wirt, in der leckeren Torte im Kaffeehaus oder den ganz normalen Nudeln aus dem Supermarkt.
Und hieran wird auch das seit Anfang des Jahres in Österreich gültige Käfigverbot kaum etwas ändern. Denn importiert und verarbeitet werden dürfen diese Eier immer noch werden.
Während also die Auswahl an der Eiertheke vermutlich bald schon suggerieren wird, dass es nur mehr glückliche Hühner gibt, werden unbewusst und vielleicht auch ungewollt viele weiterhin Eier aus Käfighaltung konsumieren. Denn sind die Eier erst einmal verarbeitet, müssen die Produkte auch nicht mehr gekennzeichnet werden.


Das Ei in der Küche
Noch bevor irgendjemand über die chemisch-physikalischen Seiten des Kochen und Backens nachgedacht hatte, wurden in vielen Gerichten bereits Eier verwendet. Und dies nicht nur, um den Nährwert, den Geschmack oder die Farbe aufzubessern - sondern indirekt auch als Verarbeitungshilfe. Denn Eier enthalten natürlicherweise Lecithin, das heute als Emulgator bekannt ist. Mit seiner Hilfe lassen sich wässrige und fettige Zutaten vermischen, wie dies in zahlreichen Teigen notwendig ist oder etwa auch bei Mayonnaise. Eier sind daher in viel mehr Produkten als man auf den ersten Blick glauben würde. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift daher zu Biolebensmittel. Für diese werden ausschließlich Eier von artgerecht gehaltenen und biologisch gefütterten Hühnern verwendet.


Der neue Käfig
Ab 2012 sind die herkömmlichen Käfige EU-weit verboten. Während in Österreich nun tatsächlich keine Käfige mehr zum Einsatz kommen dürfen, treten im Rest der EU ausgestaltete Käfige an ihre Stelle. In diesen soll es Sitzstangen und Nester geben sowie einen Scharrraum. In der Praxis bedeutet das für die Hühner kaum mehr Platz. Statt einer Fläche von ca. 23x23 Zentimeter werden sie dann 27x27 zur Verfügung haben. Gekennzeichnet werden diese Eier mit der Nummer 3, die man jedoch kaum sieht, weil sie vor allem verarbeitet zu den Konsumenten kommen.


Lesen Sie mehr in der lebensART 02/2009

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Obwohl die Käfighaltung in Österreich verboten ist, wird es auch in Zukunft nicht nur glückliche Hühner geben. Istockphoto
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Warm isst es sich genussvoller
Einmal täglich eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen, ist für gesunde Menschen nicht unbedingt notwendig. Man kann seinen Nährstoffbedarf genau so aus kalten Lebensmitteln decken. Allerdings sollten diese auch vorher verarbeitet sein, z.B. Brot, Joghurt, Wurst, essig-/milchsaures Gemüse. Sich rein von Rohkost zu ernähren birgt die Gefahr, zu wenige Nährstoffe aufzunehmen, weil Magen und Darm nur schwer die gesamte Nahrung aufbrechen und die Nährstoffe verfügbar machen können. Diese Arbeit erledigt das Kochen und Garen leichter und bereitet so die Nahrung auf die Verdauung optimal vor. Um allerdings trotzdem möglichst viele Nährstoffe beim Kochen zu erhalten, empfiehlt es sich, möglichst schonende Zubereitungsarten wie Dünsten, kurzes Braten oder Kochen mit nur wenig Wasser zu bevorzugen. Besonders beim Gemüse ist es am besten, wenn Farbe und Geschmack frisch und noch nicht "zerkocht" sind.
Die meisten Menschen nehmen sich mehr Zeit zum Essen, wenn sie sich zu einer warmen Mahlzeit setzen. Sie genießen sie eher und essen langsamer. Das tut auch dem Magen gut. Menschen, die mit Magen und Darm häufig Probleme haben tun gut daran, langsam, genussvoll und warm zu essen.


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