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Dieselgipfel: Ergebnis enttäuschend

Das Ergebnis des Diesel-Gipfels in Österreich ist mehr als mager. Die Autokonzerne kommen billig davon. Dafür bezahlt die Bevölkerung mit hoher Gesundheitsbelastung.

Schon im Vorfeld hat man sich nicht viel erwartet, vom Dieselgipfel. Aber dass die Ergebnisse so mager ausfallen, war dann doch eine große Enttäuschung. Wirksame technische Nachrüstungen fehlen völlig.

Beschlossen wurde, dass es Software-Udpates für 600.000 Kraftfahrzeuge und eine Prämie beim Umstieg auf Neuwagen geben wird. Dabei zeigen Untersuchungen des Deutschen Umweltbundesamts, dass auch bei Neuwagen Überschreitungen der Grenzwerte von Stickoxidemissionen um das Sechsfache auftreten. Stickoxide beeinträchtigen die Lungenfunktion, führen zu Herz-Kreislauferkrankungen und können Asthma auslösen. Dazu ist es eine Vorläufersubstanz von bodennahem Ozon. In Summe werden 1.250 vorzeitige Todesfälle in Österreich auf Stickoxidemissionen und bodennahem Ozon zurückgeführt. Der ausufernde Verkehr ist zudem eines der größten Sorgenkinder der österreichischen Klimabilanz.

"So lässt sich das massive Problem um Luftschadstoffe nicht mal ansatzweise lösen", kritisiert Johannes Wahlmüller, GLOBAL. "Wir brauchen jetzt eine neue Mobilitätspolitik für Österreich, die auf nachhaltige Mobilitätsformen setzt und den Sprung weg von der veralteten Verbrennungstechnologie schafft."

Quelle: Global


 

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