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Die ganze Welt in einem Getreidekorn

Ein einzelnes Weizenkorn - unscheinbar ockergelb und verschwindend klein - enthält beinahe all jene Nährstoffe, die der menschliche Körper braucht. Dieser Schatz erzählt uns die Geschichte über seine Eingebundenheit in den Kreislauf des Lebens.
bioerntegetreide
Wie schon die Weisen aller Völker dieser Erde seit jeher für sich erkannt haben: Der Mensch und alles was ihn umgibt ist nicht als isoliert zu sehen. Bioernte

Flach angebaut wird das Getreidekorn, weil es flach wurzelt und aus der obersten Schicht des zahlreich mit Regenwürmern und Bakterien belebten Erdreichs seine Nährstoffe zieht. Hier wird es von den Elementen berührt, von der Erde, vom Wasser, von der Luft und von der Sonnenkraft, nach der gerade die Lichtpflanze Getreide außerordentlich verlangt. Tag und Nacht vergehen und schließlich öffnet sich das Korn. ?Interessanterweise weiß das Weizenkorn ja nicht, dass die Wurzel nach unten und der Keim nach oben gehen soll, aber trotzdem macht es ein jedes so, kein Mensch kann erklären wieso, auch die Wissenschaft nicht,? sinniert Alfons Piatti.

In der konventionellen Landwirtschaft wird das Getreide im Regelfall insgesamt dreimal gedüngt. Bei jeder seiner Düngefahrten bringt der Landwirt etwa 40 Kilo Stickstoff auf 1 ha Getreideacker aus. 3% des Weltenergieverbrauchs gehen auf das Konto der Stickstoffherstellung vor allem für Dünger. Piatti über den Teufelskreis der Stickstoffdüngung: ?Die Pflanze wird zwangsernährt, die Wurzel muss praktisch durch den osmotischen Druck diese Mischung aus Wasser und Stickstoff aufnehmen, auch wenn es zu viel ist, kann sie sich nicht entscheiden, sie muss. Der Stickstoff fährt in die Zellen ein und öffnet diese, macht sie porös, die Zellwände weich, dadurch fallen die Halme bei Regen und Wind leichter um. Deswegen muss man dann Halmverkürzer spritzen, damit der Halm nicht zu hoch wird, das ist wieder Gift, dann muss man gegen Mehltau spritzen, denn wenn die Zellen offen sind kommt jeder Pilz dieser Welt und hat ein ?wunderbares? Futter, klar, da muss man was dagegen machen!?

All die Pestzide die auf das Korn gespritzt werden gehen in Wasser, Luft und Erde und es gibt Böden, die heute noch das schon seit 1970 verbotene DDT in erhöhtem Maß in sich speichern, genauso wie man dieses einst in den Himmel gelobte Insektizid mittlerweile im Fleisch aller fleischfressenden Fische dieser Erde und in Arktis und Antarktis finden kann.

Lesen Sie mehr in der Lebensart Juli 2006

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Getreide hatte seit jeher in allen ackerbauenden Kulturen einen hohen Stellenwert. Bio in Markenqualität
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Rot oder weiß?

Weißes Fleisch ist gesünder als rotes. Es liefert weniger Energie und weist weniger Fett und Cholesterin auf. Es beugt Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen vor. So steht es oft in Zeitungen oder Ernährungs-Ratgebern zu lesen. Aber stimmt das auch?

?Rotes? Rindfleisch als besonders wertvoller Lieferant von tierischem Eiweiß, Eisen und Vitaminen der B-Gruppe, vorausgesetzt man isst es in Maßen. Gesundheitliche Auswirkungen hat die Zubereitungsart: Scharf anbraten und grillen begünstigt die Bildung von krebsfördernden ?heterozyklischen Aminen? (HCA): das bedeutet, je brauner und je stärker gewürzt es ist, umso mehr schadet es ? unabhängig von der Fleischfarbe. Daher die Fleischstücke ? magere bevorzugen ? besser dünsten, kochen oder schonend braten, oder beim Grillen nicht schwarzbraun ?verkohlen?. Dann steht dem sommerlichen Grillspaß trotz allem nichts im Wege.

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