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COP 25 UN Klimakonferenz 2019

Die UN Klimakonferenz COP 25 wurde vom 2. bis 13. Dezember 2019 in Madrid abgehalten. Das Ergebnis ist enttäuschend.

Greta Thunberg.
Greta Thunberg bei einer Klimademo am 27. September 2019 in Montreal. Foto: Lëa-Kim Châteauneuf

Auf den UN-Klimagipfeln verhandeln die Staaten über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Es hat zum Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Nach der überraschenden Absage Chiles war die spanische Hauptstadt als Gastgeber der UN-Klimakonferenz eingesprungen.

Klimakonferenz COP 25 - enttäuschendes Ergebnis

Diese Klimakonferenz hatte sich selbst auf die Fahnen geschrieben, die bislang völlig unzureichenden Ambitionen der Welt, an die Bedrohung der globalen Klimakrise anzupassen. Daran ist sie gescheitert. Trotz der Verlängerung der COP25 wurden kaum Ergebnisse erzielt, geschweige denn Erfolge. Es wurde ein schwammiger Text beschlossen, der zwar die Notwendigkeit des Handelns betont, aber die Staaten nicht verbindlich dazu auffordert. Vor vier Jahren hat sich die Staatengemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderhitzung auf unter 2°C geeinigt. Nach aktuellen Berechnungen der Wissenschaft steuern wir aktuell auf 3°C zu.

Die großen Verhinderer: Brasilien, Japan, Saudi Arabien und die USA

Der schleppende Prozess und das schwache Ergebnis dieser bislang längsten Weltklimakonferenz senden ein fatales Signal. Allen voran sabotierten Brasilien, Japan, Saudi Arabien und die USA mit ihrem Bemühen um niedrige Ambitionen und schwache Verpflichtungen den Prozess bis zur letzten Minute. Die zentralen Forderungen der Wissenschaft blieben dabei auf der Strecke: Eine Erhöhung der Emissionsreduktionsziele, die dringend nötig ist, um das Paris 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, sowie eine klare Verantwortung der Industriestaaten in den sogenannten "Loss and Damage", finanziell ihre historische Verantwortung für die Klimakrise zu übernehmen. Dabei geht es um die Unterstützung jener Staaten, die unwiederbringliche Schäden erleiden, wie etwa kleine Inselstaaten durch den Meeresspiegelanstieg. 

Die nächste Klimakonferenz in Glasgow im November 2020 ist die allerletzte Chance, diesen Weg der Zerstörung und des Bremsens zu verlassen

Bei der COP26 in Glasgow steht ein „Update“ der Nationalen Klimaschutzpläne (NDCs) auf der Agenda. Die EU ist Mitglied bei der „High-Ambition-Coalition“, einer Gruppe von Staaten, die sich bereits letztes Jahr bereit erklärt haben, ihre Klimaschutzpläne nachzubessern. Ändern die Staaten ihre Pläne nicht, werden schon in den nächsten zehn Jahren so hohe Treibhausgasemissionen verursacht, dass die Pariser Klimaziele außer Reichweite geraten. Bei den Verhandlungen um Marktmechanismen (Article 6) gab es in Madrid zwar kein finales Ergebnis, aber das Thema steht weiter auf der Agenda. Es war richtig, den Bremsern in Madrid nicht nachzugeben. Wird zugelassen, dass CO2-Zertifikate aus der Kyoto-Periode weiter Gültigkeit behalten, dann werden damit die Zusagen der Staaten zu den Pariser Klimazielen verwässert. Dazu besteht die Gefahr von Doppelzählungen, wenn Staaten CO2-Zertifikate verkaufen und die Einsparung ein zweites Mal für die Erreichung ihres eigenen Klimaziels zählen. Es gibt dann weniger Klimaschutz, statt der notwendigen Nachbesserungen.

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