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ArtistInnen in Rio

Ende April sind 60 Jugendliche aus ganz Österreich auf Einladung der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP zum Jugendforum Rio+20 nach Wien gekommen. Gemeinsam haben sie Ideen zur Verbesserung der Welt ersonnen und eine Jugend-Deklaration verfasst. Zwei der TeilnehmerInnen werden nach Rio fliegen und ihre Forderungen präsentieren. Was erwarten und wünschen sich junge Menschen von der Konferenz?

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Jasmine Etter Julius Holländer

„Es ist höchste Zeit, aus der Verschwendungsgesellschaft auszusteigen“
Jasmine Etter, 24 Jahre, Lustenau
Jasmine macht gerade eine soziale Berufsorientierung und ist ehrenamtlich bei der Offenen Jugendarbeit Dornbirn aktiv. Sie hat am Jugendforum Rio+20 Ende April in Wien teilgenommen, weil sie sich mit anderen jungen Leuten austauschen und vernetzen möchte, um gemeinsam zu überlegen, was möglich ist. „Mein ganzes Leben lang wird schon über Umweltpolitik geredet und die Erfolge sind gering. Wie viel Zeit braucht die Politik noch? Ich will nicht schweigen und zusehen, wie wir unseren Planeten Jahr für Jahr noch mehr kaputtmachen. Ich fange bei mir an und frage mich, was ich persönlich zu diesem Thema beitragen kann. Es gibt genug Dinge, die wir tun können, ohne dass es uns einschränkt oder wehtut. Es ist höchste Zeit, den Arsch hochzukriegen und aus dem Wahnsinn der Verschwendungsgesellschaft auszusteigen.“

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Julia Isabella Rainer und Raphael Lueger Julius Holländer

„Es war schon immer mein Traum, auf internationaler Ebene mit zu wirken“
Julia Isabella Rainer, 19 Jahre, Wien
Die österreichische Jugenddelegierte für Rio+20 studiert JUS und internationale Entwicklung in Wien. „Ich engagiere mich für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, weil diese Themen jeden betreffen. Ich will nicht wegschauen, während unsere Erde systematisch niedergewirtschaftet wird“. Deshalb nimmt sie auch am Jugendforum Rio+20 teil. „Es ist eine wunderbare Möglichkeit, sich mit anderen interessierten Jugendlichen zu vernetzen und in Zukunft etwas zu bewegen. Es war auch schon immer ein großer Traum von mir, auf internationaler Ebene, wo ich später auch beruflich hinmöchte, mitwirken zu können. Mein persönliches Ziel für Rio ist, die 60 TeilnehmerInnen des Jugendforums Rio+20 würdig zu vertreten und zu zeigen, wie viel Engagement und Potential in der österreichischen Jugend steckt.“

„Wir können nicht so weiterleben wie bisher“
Raphael Lueger, 22 Jahre, Amstetten
Raphael Lueger studiert Betriebswirtschaftslehre in Wien und wird mit Julia als Jugenddelegierter nach Rio reisen. Warum er sich für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen engagiert? „Wir können nicht so weiterleben wie bisher. Seit Jahrhunderten beuten wir die Ressourcen aus, das muss gestoppt werden! Wir können dieses Ziel allerdings nur erreichen, wenn auch die Staaten ihre Lenkungsfunktion in diesem Sinne nützen und in den Bereichen Wachstum, Energie und Verkehr neue Wege einschlagen.“ Raphael beteiligt sich gerne an Workshops und Entscheidungsfindungen und freut sich darauf, im Rahmen der UN-Konferenz Rio+20 die Diskussionsergebnisse und Forderungen des österreichischen Jugend zu vertreten. Persönlich erwartet er sich von Rio+20 eine Bewusstseinsänderung sowie konkrete Auflagen und Forderungen für die nächsten Jahre.

Autorin: ANNEMARIE HERZOG

Infos:Jugend-Umwelt-Plattform JUMP, www.jugendumweltplattform.at

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