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ArtistInnen - engagiert für die Gemeinde

BürgermeisterInnen können viel dazu beitragen, dass sich Bewohner und Besucher in ihrer Gemeinde wohlfühlen.

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Bgm. Isabella Blaha (Foto: privat) Bgm. Isabella Blaha (Foto: privat)

„Gesundheit für Bürger und Touristen“
Isabella Blaha, Bürgermeisterin Scharnitz, Tirol
Scharnitz liegt auf 800 m Seehöhe, am Eingang des Karwendel Naturparks. Wanderfreunde – auch die weniger fitten – finden hier ideale Bedingungen: Um auf die Hochalmen zu gelangen, sind nur 200 bis 300 Höhenmeter zu überwinden. Weniger schön ist der Transitverkehr. Wer nach Garmisch-Partenkirchen will, muss durch den Ort. Seit mehr als 40 Jahren kämpfen die BürgerInnen für eine Umfahrungsstraße, die 2015 endlich gebaut werden soll. „Diese Umfahrung ist ein wichtiger Meilenstein für die gute Entwicklung von Scharnitz. Es braucht aber auch ein wirtschaftliches Begleitkonzept, um eine hohe Lebensqualität zu erhalten“ ist die Bürgermeisterin Isabella Blaha überzeugt. Scharnitz will die eigenen Stärken ausbauen und eine gesunde Gemeinde werden – für BewohnerInnen und TouristInnen. Die Höhenlage und die wunderbare Landschaft seien dafür die besten Voraussetzungen. „Das Besondere an unserem Konzept sind die ehrenamtlichen, speziell ausgebildeten Gesundheitsbotschafter. Sie beraten die BürgerInnen, wie sie mit ganz einfachen Mitteln gesünder werden können.“ Im Vorjahr wurde eine Kneipp Anlage gebaut, ein Bewegungsparcours wird diesen Frühling folgen. Auf den Geräten können Gleichgewicht und Trittfestigkeit trainiert werden, um Stürzen vorzubeugen. Mittels Biofeedback-Gerät können die Fortschritte im Freiwilligenprogramm festgestellt werden. Das gesamte Projekt durch eine Forschungsarbeit begleitet.

Gemeinde Scharnitz, 1.291 Einwohner, 15.800 ha, www.scharnitz.tirol.gv.at

 

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Bgm. Mag. Wolfgang Neubauer (Foto: Furgler) Bgm. Mag. Wolfgang Neubauer (Foto: Furgler)

„Es braucht ein Quantum Menschlichkeit“
Ing. Mag. Wolfgang Neubauer, Bürgermeister St. Georgen a. d. Stiefing
Während seiner Tätigkeit im Amt der Steiermärkischen Landeregierung wurde Wolfgang Neubauer mit der Agenda 21 infiziert – einem Programm, mit dem die ökologische, soziale und wirtschaftliche Zukunft jeder Region gesichert werden soll, unter intensiver Einbindung der dort lebenden Menschen. „Die meisten Politiker haben Angst, dass Vorstellungen kommen, die nicht zu realisieren sind“ meint Neubauer. „Ich bin vom Gegenteil überzeugt. Erst wenn man die Menschen einbindet kommen die guten Ideen. Es kann sein, dass etwas nicht realisierbar ist. Dann muss man eben überzeugen.“ Der Prozess der Agenda 21 sei dafür optimal, weil jeder mitdenken und mitplanen kann. Der Beginn sei trotzdem eine große Heerausforderung gewesen. „Ideen sammeln geht noch, aber man soll ja etwas umsetzen, das dann auch gelingt.“ Vieles ist gelungen. Sechs Pilotgemeinden haben gemeinsam ein Zeithilfsnetz eingerichtet, das ist organisierte Nachbarschaftshilfe, bei der eine Stunde Garten umstechen gegen eine Stunde Kinder beaufsichtigen oder anderes getauscht wird. Stolz ist Neubauer auch auf das Projekt Betreubares Wohnen: „Wir wollen uns um unsere alten Menschen selbst kümmern und errichten dafür ein Gebäude mitten im Zentrum von St. Georgen, damit alle Einrichtungen gut erreichbar sind.“ Die medizinischen Leistungen werden von Profis erbracht, aber Spazieren gehen, EDV-Kurse, Spielenachmittage, etc.- sollen über das Zeithilfsnetz angeboten werden. Neubauer: „Jeder ist gut beraten, egal welche Funktion er ausübt, auf das Quantum Menschlichkeit nicht vergessen.“

Gemeinde St. Georgen a.d. Stiefing, 1.107 Einwohner, 1.400 ha, www.st-georgen-stiefing.at

Autorin: Roswitha M.  Reisinger

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