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ArtistInnen am Ball

Meister in zwei Klassen: Fußball und Klimaschutz – eine außergewöhnliche Leistung. Die U11 des FC Stadlau/Wien hat bereits eine Fußballweltmeisterschaft gewonnen und ist zudem das erste klimaneutrale Kinderfußballteam Österreichs.

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Elias Sellmeister. Elias ist auch von drei Gegnern nicht zu stoppen und immer einen Schritt voraus. FC Stadlau, Richard Cieslar

Der österreichische Fußballverein FC Stadlau zählt im Nachwuchsbereich zu den besten Vereinen Wiens und bietet mehr als 300 Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, den Fußballsport auszuüben. Das Hauptaugenmerk des Vereins liegt in der Ausbildung der jungen Stadlauer für den Fußball. Der FC Stadlau sieht aber auch einen Auftrag zur Festigung der Jugendlichen, in einem gesunden sozialen Umfeld für ihren weiteren Lebensweg. Das Team der Nachwuchsabteilung des FC Stadlau besteht aus über dreißig ehrenamtlichen Mitarbeitern (Elternvertreter, Trainer und Betreuer) und der Nachwuchsleitung. Diesem Team obliegt nicht nur die Abwicklung der ca. 2000 Trainings- und Matcheinheiten, das Veranstalten eigener Turniere am Feld und in der Halle, sie betreuen die Burschen und Mädchen auch auf ca. 90 Turnieren im In- und Ausland.

Durch die gelungene Zusammenarbeit zwischen Kindern, Trainern, Elternvertretern und Eltern ist die U11 besonders erfolgreich: Die Mannschaft hat 2010 die „Mini-Fußball Weltmeisterschaft“ gewonnen (im Finale gegen Inter Mailand), 2012 wurde die Mannschaft Meister in der A-Liga des Wiener Fußballverbandes und Vizemeister in der Verbandsliga. Hinter den Fußballkids steht ein stimmkräftiger Anhang, der die Mannschaft bei den vielen Turnieren unterstützt. „Zum Erfolg trägt auch bei, dass die Kinder außerhalb des Fußballplatzes „dicke Freunde“ sind, gemeinsam Skifahren gehen, in den Spielpausen „Räuber und Gendarm“ spielen und auch oft gemeinsam Hausübungen machen“ sagt Christian Werschnik, der Erfolgstrainer der Mannschaft.

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(von links nach rechts): Marie Höbinger, Lukas Reisinger, Noah Türmer: „Auch abseits des Fußballplatzes haben wir Spaß.“ FC Stadlau, Richard Cieslar

Verantwortung zu übernehmen hört nicht bei Familie und Freunden auf. Darüber sind sich Verein, Eltern und Kinder einig und haben sich auf ein ungewöhnliches Feld für Fußballteams begeben – den Klimaschutz. „Klimaschutz fängt bei den Kindern an. Gerade hier sind Aktivitäten eine tolle Möglichkeit mehr Bewusstsein zu schaffen“ meint Dr. Klaus Reisinger, Initiator der Initiative „Wir spielen für den Klimaschutz“ und auch beruflich als Geschäftsführer von ClimatePartner Austria für den Klimaschutz am Ball. Den größten Anteil am CO2-Fußabdruck der Saison 2011/2012 machte die Anfahrt der Kinder zu den Trainings, Turnieren und zum Trainingslager aus. Die Eltern haben daher Fahrgemeinschaften gebildet und Spritspartrainings absolviert. Reisinger: „Es war schwierig die Eltern dazu zu bewegen, nicht mit dem eigenen Auto zu fahren. Wir haben das Projekt bei einem Elternabend vorgestellt, dies hat die Akzeptanz (für Fahrgemeinschaften) jedoch deutlich erhöht".

Dass wir das Projekt bei einem Elternabend vorgestellt haben hat die Akzeptanz jedoch deutlich erhöht.“ Während der kompletten Spielsaison (August 2011 bis Juni 2012) wurden jene CO2- Emissionen erfasst, welche nicht vermieden werden konnten. Diese Emissionen werden mit CO2- Zertifikaten aus anerkannten Klimaschutzprojekten kompensiert. Zusätzlich konnte eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung des Clubs errichtet werden. Besonders stolz sind die Kinder auf die Dressen, die neu angeschafft wurden und auf das das erste klimaneutrale Kinderfußballteam hinweisen.

Infos: http://fc.stadlau.at, http://climatepartner.com

Autorin: Roswitha M. Reisinger

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