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2. Photovoltaik

Ihr Kraftwerk am eigenen Dach

Die Stromerzeugung am eigenen Hausdach mit einer Photovoltaikanlage ist eine Zukunftsvorsorge in Richtung Energieunabhängigkeit und Krisensicherheit. In wenigen Jahren wird sie zur Selbstverständlichkeit geworden sein.

Tipp 1: Auch wenn Sie beim Bau Ihres Hauses noch nicht in eine PV-Anlage investieren möchten, so sollten sie doch gleich alle Vorkehrungen treffen, damit ein nachträglicher Einbau problemlos möglich wird.

Tipp 2: Eine Anlage mit einer Leistung von vier Kilowatt (kW) entspricht in etwa einer Kollektorfläche von 30 m² und erzeugt je nach Sonneneinstrahlung und Effizienz der Module etwa 4.000 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr. Diesen Platz sollten Sie auf Ihrem Süd- oder Südwestdach reservieren.

Tipp 3: Bei der Photovoltaik wird das Licht der Sonne in elektrische Energie (Gleichstrom) umgewandelt. Ein Wechselrichter macht daraus Wechselstrom, der in den Schaltkasten weitergeleitet wird. Um die Leitungsverluste beim Gleichstrom möglichst gering zu halten sollte der Wechselrichter in unmittelbarer Nähe der Solarmodule zum Beispiel am Dachboden angebracht werden. Für dieses Gerät von etwa 50x50x20 cm sollten Sie ein nicht verbautes Plätzchen reservieren.

Tipp 4: Planen Sie eine Leerverrohrung vom Süddach zu einem Wechselrichter und von dort in den Zählerkasten. Ziehen Sie zwei Kabelschläuche mit mindestens 35 mm Durchmesser ein, damit die Anlage jederzeit ohne Umbauarbeiten installiert werden kann. Weiters muss eine Verbindung zum Blitzschutz oder Überspannungsschutz bzw. -ableiter des Hauses möglich sein.

Tipp 5: Rein rechnerisch entsprechen 4.000 kWh ziemlich genau dem durchschnittlichen Stromverbrauch in einem Haushalt. Mit so einer Anlage erzeugen Sie zwar den gesamten Strom, den sie brauchen, Sie können davon allerdings nur rund 60% selber nutzen. Wenn die Sonne auf ihre Anlage scheint, ist der Ertrag meist höher, als sie aktuell brauchen. Diesen Überschuss verkaufen Sie an ihren Netzbetreiber, von dem sie dann in der Nacht oder an nebligen Tagen den Strom beziehen.

Tipp 6: In absehbarer Zukunft wird auch die Speicherung des selbst erzeugten Stromes ein Thema werden. Ziehen Sie eine Leerverrohrung auch in den Keller oder in die Garage, wo Sie in einigen Jahren dann Ihre Akkus unterbringen werden.

Tipp 7: In Österreich gibt es für Photovoltaikanlagen vom Bund und von den Ländern unterschiedliche Förderungen. Einen sehr guten Überblick bietet die website www.pvaustria.at. Viele Anbieter von PV-Anlagen helfen Ihnen bei den komplizierten Förderansuchen.
 

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