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So wird Ihr Garten winterfit für Marien­käfer und Vögel

An sonnigen Herbsttagen wird im Garten eifrig gerecht und geschnitten. Ein wenig von der Herbstpracht sollte jedoch liegen bleiben, damit die tierischen Gartenbewohner den Winter überleben. "die umweltberatung" gibt Tipps.

Aufräumfimmel ist im Garten fehl am Platz, denn ein zu streng aufgeräumter Garten bietet der Tierwelt wenige Chancen zum Überwintern. Das bedeutet: beerentragende Sträucher erst im Spätwinter schneiden und nicht alles Laub zum Kompostplatz bringen.

Das Laub sollte nicht mit dem Laubsauger entfernt werden, weil dabei die Tiere, die sich zwischen den Blättern aufhalten, getötet werden und es unnötig Energie verbraucht. Der gute, alte Rechen ist eine wesentlich schonendere Alternative. Das Laub kann unter Sträucher gerecht werden und bildet dort eine schützende Schicht, in der Marienkäfer, Spinnen und andere Insekten überwintern können. Für Zaunkönig und Rotkehlchen sind diese Insekten im Winter fette Beute. Igel finden im Laubhaufen ein ideales Winterquartier. Leer geräumte Beete profitieren von einer schützenden Blätterdecke, die Bodenlebewesen schützt und den Boden düngt.

Stängel für Insekten und Vögel stehen lassen

Pflanzenstängel sind gute Winterquartiere für Insekten und Spinnen. Manche Wildbienen legen ihre Eier in Pflanzenstängel und verholzte Stauden. Die jungen Bienen schlüpfen häufig erst im folgenden Frühjahr. Pflanzensamen helfen den Vögeln, über den kargen Winter zu kommen. Daher ist es besser, mit dem Rückschnitt von abgeblühten Stauden und Gräsern bis zum Frühling abzuwarten. Auch Totholz, morsche Äste und Rinden bieten, auf einem Haufen gestapelt, ein geschütztes Winterquartier für Igel, Käfer, Wildbienen und andere Insekten. Die Insekten dienen dann wiederum als Nahrung für hungrige Vögel im Winter. Mit Gartenmaterialien, die im Herbst anfallen, können jetzt auch Nisthilfen für Wildbienen gebastelt werden. Ab Februar erfolgt dann die erste Besiedelung durch die Bienen.

Sträucher für Vögel und Bienen

„Lassen Sie die Vögel von den Beeren naschen“, appelliert Mag. Bernadette Pokorny, Gartenexpertin von "die umweltberatung". Damit die Vögel möglichst viel natürliches Winterfutter finden, sollte man mit dem Schneiden von beerentragenden Sträuchern bis zum Ende des Winters warten. Hagebutten und Pfaffenkapperl, Beeren von rotem Hartriegel, Weißdorn und Liguster sehen schön aus und sind bestes Vogelfutter. Heimische Sträucher und Bäume sind auch für Bienen von großer Bedeutung, weil sie große Mengen an Pollen und Nektar liefern. Und sie eignen sich als Nistgehölze für Vögel und für manche Wildbienen. Für alle, die noch Gehölze im Garten pflanzen wollen: Dafür ist im Herbst, nach dem Laubfall, der ideale Zeitpunkt!

Schädlingen vorbeugen

Im Herbst kann man auch schon einiges tun, um einem Schädlingsbefall im kommenden Gartenjahr vorzubeugen. Gegen den Befall durch Apfelwickler hilft zum Beispiel das konsequente Absammeln und Entsorgen des Fallobstes. Beim Auftreten der Kastanienminiermotte ist es wichtig, das Laub konsequent zusammenzukehren und zu entsorgen. Gegen starken Schneckenbefall wirkt das Lockern der Erde und Freilegen von Schneckengelegen, damit diese mit dem ersten Frost erfrieren. Herbst und Winter sind auch die ideale Zeit, um Vogelnistkästen zu bauen. Vögel füttern ihre Jungen mit Insekten und zählen im Frühling zu den wichtigsten Schädlingsvertilgern.

Weitere Infos:

  • Kartonschuber "Das Gartenjahr", mit wichtigen Arbeitsschritte und Pflegemaßnahmen.
  • Infoblätter „Nistkästen für Vögel“ und "Ein Haus für Nützlinge im Garten"
  • Online-Broschüre „Heimische Gehölze im Garten“

erhältlich bei www.umweltberatung.at. "die umweltberatung", Tel. 01/803 32 32.

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