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Scherben bringen Sicherheit

Wer in der Nacht auf den Straßen unterwegs ist, kennt die leuchtenden Straßenmarkierungen. Dahinter stecken Mikroglasperlen, die aus Altglas gewonnen werden und das Scheinwerferlicht reflektieren. So einfach geht Ressourcenschonung.

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Swarco

So werden aus altem Fensterglas leuchtende Straßenmarkierungen.

Am Beginn eines gelungenen Glasrecyclings steht das richtige Sammeln. Weil alte Spiegel, Fenstergläser oder Autoscheiben nicht einfach im Glascontainer entsorgt werden können, werfen viele das kostbare Material zum Restmüll. Doch dort gehören sie keinesfalls hin. Nur wenn Sie das Glas in die Abfallsammelzentren bringen, kann es wieder in den Glaskreislauf gebracht werden.

Im nächsten Schritt wird das gesammelte Flachaltglas zu Glaswerken, zum Beispiel zu Swarco in Amstetten, transportiert und weiter verarbeitet. Die Glasscherben werden in Glasbrechern und Hammermühlen zu Glasgranulat zerkleinert und gesiebt. Danach wird es geschmolzen, wodurch sich das Granulat in kleine sogenannte Reflexglasperlen verformt. Diese kleinen Perlen werden zum Schluss in die frischen Fahrbahnmarkierungen gemischt und schon sorgen sie für das Leuchten auf unseren Straßen und somit für mehr Verkehrssicherheit. Es zahlt sich also aus, das Glasrecycling ernst zu nehmen.

Glasverpackungen: Aus Alt mach Neu

Auf die richtige Trennung muss natürlich auch beim Klassiker unter dem Glasrecycling –den Glasflaschen und Glasverpackungen – geachtet werden. In den Weißglasbehälter gehören ausschließlich völlig durchsichtige Glasverpackungen. Gefärbte gehören zur Buntglassammlung. Denn: Weißglas entfärbt Buntglas und gefärbtes Glas färbt farbloses ein. Beides unterbricht sonst den Glaskreislauf.

Ist das Altglas richtig getrennt, können daraus wieder viele wertvolle Produkte, wie neue Glasflaschen und Glasbehälter entstehen. Dafür wird zum Beispiel bei der Firma Waizinger in Oberösterreich das Altglas zerkleinert und die Etiketten mechanisch abgetrennt. Übrig bleibt das Glasgranulat, das eingeschmolzen und wieder in Form gebracht wird. Das neue Produkt wird zum Schluss noch optisch, mechanisch und elektronisch geprüft. Tausende Tonnen Quarzsand, Kalk, Dolomit aber auch Erdgas und Strom können damit im Vergleich zur Neuproduktion eingespart werden. Glasrecycling leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einem geringeren Ressourcenverbrauch und für unsere Umwelt.

Weitere Infos: www.rundgehts.at

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