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Mit Bio gegen den Klimwandel

Sachstandsbericht Klimawandel: Die Bio-Landwirtschaft  schützt das Klima und ist besser gerüstet.

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Bio Austria

Die am 17. September 2014 im Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel vorgestellten Daten bestätigen die Notwendigkeit der Biobewirtschaftung. Die biologische Bewirtschaftung des Bodens trägt in mehrfacher Hinsicht zum Klimaschutz bei:

Einerseits sind biologische Böden CO2-Senken, die im Humus Kohlenstoff klimaneutral binden. Andererseits punktet die biologische Wirtschaftsweise durch eine Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase. Darüber hinaus werden Bio-Böden den zukünftig notwendigen Anpassungen an die Auswirkungen des Klimawandels besser gerecht.

Bio-Böden sind besser gerüstet für den Klimawandel

Infolge ihres hohen Humusgehalts, einer besseren Bodenstruktur und Aggregatstabilität sowie der zahlreichen Begrünungs- und Bodenbedeckungsvarianten beugen biologisch bewirtschaftete Böden Erosionsgefahr vor. Ihre doppelt so hohe Wasserinfiltrationsrate und höhere Wasseraufnahmefähigkeit führen zu einer Reduktion dramatischer Auswirkungen bei Hochwasserereignissen und einer besseren Abpufferung bei zunehmenden Hitze- und Trockenperioden.

In Österreich sind rund 25 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen (etwa 839.000 ha) in unterschiedlichem Ausmaß erosionsgefährdet.

Biologische Böden machen Treibhausgase unschädlich

Durch kontinuierlichen Humusaufbau binden Bio-Ackerböden pro Jahr durchschnittlich 400 bis 450 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) pro Hektar. Das ist deutlich mehr als im konventionellen Ackerbau. Bei einer österreichweiten Umstellung aller Ackerflächen auf Bio-Landbau könnten in Folge des Humusaufbaus jährlich 1,1 Millionen Tonnen CO2-eq der Atmosphäre entzogen und klima-unwirksam im Boden gespeichert werden.

Biologische Wirtschaftsweise setzt weniger Treibhausgase frei

Allein in Österreich fallen durch die Herstellung von Stickstoffdüngern 907.123 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr an. Bei einem Umstieg der österreichischen Landwirtschaft auf 100 Prozent Bio-Landbau, der auf Stickstoffdünger verzichtet, könnte somit pro Jahr fast eine Million Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht 1,2 Prozent der nationalen bzw. 12 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen Österreichs. Weiters sind die durchschnittlichen N2OEmissionen (Lachgas) einer Bio-Landbaufruchtfolge um mindestens 20 Prozent geringer als die einer üblichen konventionellen Fruchtfolge.

Lachgas ist 298 Mal treibhauswirksamer als CO2.

In der biologischen Tierhaltung werden 10-50 Prozent weniger Treibhausgase freigesetzt – durch flächengebundenen Tierbesatz, Verzicht auf Zufütterung großer Mengen von zugekauftem Kraftfutter (Verzicht auf Soja-Futtermittel aus Südamerika und damit verbundenen, extrem klimaschädlichen Landnutzungsänderungen) sowie weitere Maßnahmen wie Erhöhung der Grundfutterqualität, des Weideanteils und der Strohsysteme.

Infos: Bio Austria www.bio-austria.at

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