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3. Lichtgestaltung

Mit einem einzigen Schalterdruck können wir zwar einen Ort erhellen, aber einen Raum mit Licht wirklich zum Leben zu erwecken, zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben des Lichtplaners, der das Spiel mit dem Licht beherrscht.

Tipp 1: Menschen genießen intuitiv die Stimmung, die das Licht entstehen lässt. „Gutes Licht“ ist nicht mit großer Helligkeit gleichzusetzen. Gleichmäßige Beleuchtung zerstört die soziale Beschaffenheit eines Raumes und gibt den Menschen ein Gefühl der Unsicherheit, der Orientierungs- und Haltlosigkeit.

Tipp 2: Die Basis für ein Lichtkonzept ist eine Grundbeleuchtung, die den Raum allgemein ausleuchtet. Dafür eignen sich all jene Leuchten, die ihr Licht, ohne zu blenden, in alle Richtungen abstrahlen. Ebenfalls sinnvoll ist die indirekte Beleuchtung der Decke oder der Wände. Das können verdeckt angebrachte Leuchtstoffröhren sein oder auch Strahler, die an die Decke gerichtet sind. Man kann damit architektonische Züge hervorheben, Dimensionen verändern, Höhe oder Breite betonen.

Tipp 3: Über das rein Funktionelle hinaus können wir mit den heutigen Möglichkeiten der Beleuchtung dynamische, visuelle Eindrücke schaffen, Stimmung und Atmosphäre steuern, Farben beeinflussen. Im Wechsel mit Schatten sorgt Licht für Effekt und Drama, für Tiefe und Geheimnis. Es kann Aspekte der Einrichtung zur Geltung bringen, die sonst im Verborgenen bleiben.

Tipp 4: Warmes Licht mit einem hohen Rotanteil hebt warme Farbtöne wie Holz optisch hervor. Spezielle, farbwechselnde Leuchten mit integrierter Steuerung ermöglichen eine Inszenierung von Farb-Lichtstimmungen. Das macht unsere Wohnräume flexibler, wir können sie ganz einfach vom Hellen und Funktionellen zum Verträumten und Romantischen verwandeln.

Tipp 5: Übertreiben Sie nicht. Bunte Farb-Lichtspiele verwirren lichtgesteuerte innere Funktionskreise und können unsere Gesundheit beeinflussen.
 

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