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Klimageräte: darauf sollten Sie achten

Richtiges Verhalten hilft, um die eigenen vier Wände im Sommer kühl zu halten. Wo das nicht ausreicht, können Kühlgeräte eingesetzt werden.

Frau sitzt vor Ventilator im Büro.
Istock/Paul Bradbury

Am besten haben es all jene, die in gut gedämmten Gebäuden wohnen – und das gilt sowohl für den Sommer als auch für den Winter. Sind das Mauerwerk und Fenster entsprechend gut gedämmt, ist der Temperaturausgleich zwischen Außen und Innen sehr reduziert.  Im Winter bleibt die Wärme drinnen, im Sommer draußen – der Klimatisierungsbedarf ist damit  gering.

Kühl mit guter Dämmung und Wärmepumpe

Noch besser ist’s freilich, wenn auch noch eine passende Wärmepumpe im Haus vorhanden ist. Wird diese im Winter zum Heizen benutzt, kann das Haus im Sommer damit auch gekühlt werden. Zusätzliche Klimageräte  sind damit oft gar nicht mehr notwendig.

Leider hat nicht jeder das Glück, in einem gut gedämmten  Haus mit entsprechender Wärmepumpe  zu wohnen. Die Anzahl der Tropentage wird zwar immer größer, aber bevor man sich für den Kauf eines Klimagerätes  entscheidet, sollte man sich darüber Gedanken machen, ob es wirklich benötigt wird.  Reicht  gegebenenfalls ein Ventilator  aus? Dieser kühlt zwar die Luft nicht ab, aber der Luftzug lässt die Temperaturen doch um einiges angenehmer erscheinen. In jedem Fall sind Ventilatoren in der Anschaffung und auch im Betrieb günstiger als Klimageräte.

Beim Kauf eines Klimagerätes gibt es einiges zu beachten

Hat man sich zum Kauf eines Klimagerätes entschlossen, stellt sich die Frage: Welcher Typ soll es sein? Man kann zwischen mobilen Geräten, den so genannten Monoblöcken, und fest verbauten Modellen, den Split-Geräten, unterscheiden. Monoblöcke sind Geräte, die überall in der Wohnung aufgestellt werden und über eine Steckdose angeschlossen werden können. Split-Geräte wiederum bestehen aus zwei Komponenten: aus einem Innengerät, das im Zimmer fest verbaut wird, und aus einem Kompressor, der an die Außenwand montiert wird. Obwohl sich die Funktionsweise bei beiden Modellvarianten nicht grundsätzlich unterscheidet, gibt es dennoch spezifischen Vor- und Nachteile.

Monoblöcke

Monoblöcke sind sehr mobil und können dadurch in jedem Raum genutzt werden. Sie haben  allerdings auch einen relativ hohen, oft als störend empfundenen  Geräuschpegel. Es  muss außerdem ein eigener Abluftschlauch durch ein Fenster nach außen geführt werden, wodurch warme Luft von außen wieder hereinströmen kann. Die ratsame  Abdichtung des Fensterspalts ist  oft recht schwierig. Allerdings sind Monoblöcke in der Anschaffung preisgünstiger und haben einen geringeren Wartungsaufwand. Monoblöcke sind  auf die Kühlleistung bezogen ineffizienter als  Splitgeräte, die  allerdings mit wesentlich höheren Leistungen installiert werden.

Splitgeräte arbeiten bei richtiger Nutzung effizienter

Splitgeräte kühlen deswegen schneller und arbeiten insgesamt  auf die Kühlleistung bezogen effizienter. Aber aufgepasst: Bei sorglosem Umgang bzw. ständiger Nutzung auch bei mäßigen Sommertemperaturen  kann der Stromverbrauch sogar höher als bei einem Monoblock ausfallen. Als Vorteil des Splitgerätes können die Fenster geschlossen bleiben. Das Kühlmittel wird über fest installierte Leitungen zwischen Innen- und Außeneinheit transportiert. Bei Miet- und Eigentumswohnungen muss der Einbau deshalb  vorab genehmigt werden. Die Anschaffungskosten und der Aufwand beim Einbau sind ungleich höher als beim Monoblock.

Beide Gerätetypen sollten regelmäßig gewartet und gepflegt werden, um einen optimalen energieeffizienten Betrieb sicherzustellen. Besonders wichtig ist es, den Luftfilter zu reinigen, denn ein verschmutzter Luftfilter mindert die Kühlleistung des Geräts. Bei mobilen Geräten muss zudem der Auffangbehälter fürs Kondenswasser regelmäßig geleert werden.

Die Effizienz innerhalb dieser beiden Geräte-Typen kann sehr unterschiedlich sein. Splitgeräte erreichen die Effizienzklasse A+++, mobile Geräte nur A++-.  Auf www.topprodukte.at finden Sie eine Liste der besten Geräte.

Achtung: Klimagerät und Gastherme

Gasthermen, die auch im Sommer Luft zur Warmwasserbereitung benötigen, entziehen dem Raum Luft, ebenso wie die mobilen Klimageräte. An besonders heißen Tagen kann es daher zum Erliegen der Thermik im Kamin und dadurch zum Abgasrückstau kommen. Um einer Kohlenmonoxidvergiftung vorzubeugen, beim Betrieb von Gasgeräten an heißen Sommertagen, beispielsweise beim Duschen, unbedingt ausreichend lüften. Moderne Brennwertgeräte sind sicherer, weil die Abgasabführung über eine Abgasleitung mittels Gebläse erfolgt.

Mit einfachen  Maßnahmen den Kühlbedarf reduzieren

Auch einfache Verhaltensänderungen können helfen, den Kühlbedarf von vornherein niedrig zu halten und somit Strom zu sparen. Wenn  z.B. Jalousien, Fensterläden oder Rollos am Tag die Sonneneinstrahlung reduzieren,  heizen sich die Innenräume weniger auf.  Geht die Sonne dann unter und sinken die Außentemperaturen, kann man durch Lüften insbesondere in den frühen Morgenstunden kühle Luft in das Innere lassen.

Quelle: www.topprodukte.at

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