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Fördergeld für Photovoltaik wieder gekürzt

"Jedes Haus muss ein Kraftwerk werden“, kündigte die Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger an. Gleichzeitig wird das Förderbudget für 2019 gekürzt.

Wenn Österreich das Ausbauziel von 15 GWp bis 2030 erreichen möchte, müssten ab sofort jedes Jahr so viele Photovoltaikanlagen installiert werden, wie bisher in Österreich insgesamt bereits in Betrieb sind.

Dafür ist eine enorme Anstrengung erforderlich und dafür braucht es auch die entsprechenden Mittel. Diese wurden 2019 wieder gekürzt. Mit dem Geld können in etwa gleich viele Anlagen wie letztes Jahr gefördert werden, mehr ist jedoch nicht drin.

2018 war das Förderbudget bereits nach drei Monaten erschöpft. Auch für 2019 ist zu erwarten, dass das Budget im Rekordtempo abgerufen wird. „Gerade Kleinanlagen, für die diese Förderung ein wichtiger Impuls zur Anlagenerrichtung ist, fehlen für den dringend notwendigen PV-Ausbau“, beklagt DI Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria. „Bei der Aufgabenstellung von 100 Prozent erneuerbarer Stromerzeugung bis 2030 sowie der Ankündigung eines 100.000 Dächerprogramms lässt mich das an den postulierten Zielen der Regierung zweifeln.“

Aktuell wird an dem Erneuerbaren Ausbau Gesetz gearbeitet, das ab dem nächsten Jahr den Grundstein für eine erneuerbare Stromzukunft manifestieren soll. Im Zuge dessen muss das Fördersystem so umgestaltet werden, dass in allen Marktsegmenten ein großer Zubau möglich ist. „Nur durch zielgerichtete Rahmenbedingungen für die unterschiedlichen PV-Anwendungen, angefangen bei privaten Anlagen, über gewerbliche und gemeinschaftliche Anlagen bis hin zu Freiflächenanlagen, ist eine ambitionierte Entwicklung möglich“, so Immitzer.

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