zum Inhalt springen

Flüchtlingskinder

In Europa sind jedes Jahr viele unbegleitete, Flüchtlingskinder unterwegs.

-hobo_018-thinkstockphotos-521982322
Darren Baker

Oftmals haben sie ihre Familien auf der Flucht aus einem Kriegsgebiet verloren. Es ist doch traurig, dass dies heute im Jahr 2017 immer noch so sein muss! Sie bleiben Kinder, auch und gerade auf der Flucht und haben als Kinder besondere Bedürfnisse. Und sie verlieren diesen Status nicht allein dadurch, dass sie ihr Heimatland verlassen und in Österreich oder anderen Ländern eine Zukunft suchen, aus welchen Gründen auch immer. Sie sind verängstigt und traumatisiert, oft nach monatelanger Flucht aus ihren Heimatländern wie Syrien, Afghanistan, Irak oder Somalia.

Eine andere Kultur

Das Kind kommt aus einer anderen Kultur und unser Land, unsere Leben und unser Benehmen sind ihm fremd. In Thailand ist es zum Beispiel tabu, ein Kind am Kopf zu berühren, das bringt Unglück. In Kenia dagegen wird bei den Massai einem Kind die Hand auf den Kopf gelegt, um es zu segnen. In Indien isst man nur mit der rechten Hand, in manchen Ländern ist es unhöflich, sehr leise zu sprechen, jedes Land hat seine unausgesprochenen Regeln, die wir von klein auf beigebracht bekommen. Menschen aus anderen Kulturen, die andere Regeln gelernt haben, müssen sich erst an das neue Umfeld gewöhnen. Alles ist neue, alles anders.

Kinder lernen zwar schnell, doch auch sie brauchen Zeit

Vielleicht kennen sie ein Schulsystem, das sehr autoritärer war und die Kindern wenig Entscheidungsfreiheit haben, vielleicht waren sie es gewohnt, sich in der alten Heimat ohne Aufsicht völlig frei zu bewegen, zu klettern und zu leben, ohne ständige Begrenzung, vielleicht sprach man in die Heimat laut und hier nun plötzlich leise….

Es sind nicht die großen Dinge, sondern die viele Kleinigkeiten des Alltags, die normalerweise mühsam erlernt werden müssen. Flüchtlingskinder die hierher kommen, haben meist keine Erwachsenen, die ihnen neuen Regeln und Gebräuche beibringen können. Die Erwachsenen, mit denen sie kamen, sind selbst unsicher und fühlen sich fremd.

So müssen die Kinder alles alleine lernen, am Anfang nur durch Beobachten und ohne Kenntnis der Sprache. Kinder brauchen Zeit und Ruhe, Liebevolle und  einfühlsame Begleiter, die auch Zeit für die Kinder haben. Kinder und Jugendliche aktiv dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten, Talente und Poten­ziale bestmöglich zu entwickeln, ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung…

Asya Khalef

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen