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Der Ökologische Fußabdruck unserer Schigebiete

Kleinere Skigebiete wirtschaften meist nachhaltiger und haben einen geringeren ökologischen Fußabdruck.

Der alpine Wintertourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige Österreichs, gehört aber auch zu den größten Treibern der Naturzerstörung der Gebirgslandschaften. Das zeigt ein Studie des Landschaftsökologen Alfred Ringler aus dem Jahr 2016, der die Schigebiete in den Alpen nach ihrem ökologischen Fußabdruck (Eingriffsindex) bewertete. Dieser beinhaltet u.a. Flächenverbrauch, Rodungen, Planierungen, Erosionsflächen und Beschneiung.

Viele österreichische Schigebiete gehören zu den Spitzenreitern ökologischer Landschaftsbelastung. Hier sind sie nach Bundesländern angeführt. Die voranstehende Zahl gibt den Platz im alpenweiten Ranking wieder:

Tirol
1. Sölden
3. Ischgl
13. Obergurgl-Hochgurgl

Salzburg
27. Leogang-Saalbach Hinterglemm
43. Kaprun-Kitzsteinhorn
44. Schmittenhöhe

Kärnten
21. Innerfragant
35. Kleinkirchheim/ St.Oswald
93. Naßfeld

Steiermark
12. Schladming-Skischaukel
83. Galsterbergalm
115. Spital am Semmering

Vorarlberg
71. Hochkrumbach-Arlberg-Zürs
178. Gaschurn-Gallenkirch
179. Schruns/ Sennigrat

Oberösterreich
74. Obertraun/ Krippenstein
108. Grünau/ Almtal
131. Hintertal/Gosau

Niederösterreich
130. Unterberg
162. St. Corona am Wechsel
163. Mönichkircher Schwaig

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch ein Dilemma auf: Gerade kleinere Skigebiete in Talnähe, die meist nachhaltiger wirtschaften und einen geringeren ökologischen Fußabdruck haben, werden aufgrund des Konkurrenzdrucks und mangelnder Schneesicherheit häufiger aufgegeben, während die besonders landschaftsschädlichen Groß-Skigebiete in empfindlichen Alpenhochlagen stetig expandieren. Dort ist die ökologische Belastungsgrenze bereits überschritten.

So befinden sich die steirischen und niederösterreichischen Skigebiete meist in Talnähe oder reichen in die montane Waldzone, während sich die 17 Mega-Ski-Resorts Österreichs in Tirol (neun Gebiete), Salzburg (fünf), Kärnten, der Steiermark und Vorarlberg (jeweils eines) über ganze Berge oder mehrere Bergmassive ziehen. Das belastet die Landschaft am stärksten.

Zur Studie

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