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Zehn vor zwölf

Der Kreislauf der Natur endet immer bei uns Menschen. Das Bild erzählt die Geschichte eines Plastiksackerls, das von einem Menschen ins Meer geworfen und so lange zerkleinert wird, bis es von einem Fisch gefressen wird.

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Kathrin-Altenkopf

Und der wiederum vom Mensch gefangen - und gegessen wird. Bild und Interpretation von Kathrin Altenkopf, Mary Ward St. Pölten

Was auf dem Bild zu sehen ist:

  1. Ein Mensch umrandet mit braun und schwarz, der angelt und ein Plastiksackerl wegwirft.
  2. Fünf weitere einzelne Sektoren, in einem Kreis angeordnet, in denen Plastiksackerl im Meer in Stücke zerfallen und  in der letzten Sektion von einem Fisch gefressen werden.
  3. Im ersten bzw letzten Sektor, in der der Mensch abgebildet ist, fängt jener den Fisch und beendet damit den Zyklus.
  4. Ein Stundenzeiger, der nach oben (auf 12) zeigt und ein Minutenzeiger, der auf „10 vor 12“ steht.
  5. In jedem Sektor ist ein Fisch, der nach jedem Schritt verändert und farbloser wird.

Bedeutung:

Die eindeutige und offensichtliche Geschichte, die das Bild erzählt ist die des Plastiksackerls, welches von einem Menschen ins Meer geschmissen wird und sich so lange zerkleinert, bis es von einem Fisch gefressen wird, den der Mensch wiederum fängt.

Die schwarzen und braunen Streifen symbolisieren das Eingreifen des Menschen in das vorhandene Ökosystem. (Der Mensch und die Plastiksackerl sind mit den Farben umrandet.)

Die Fische sollen hervorheben, dass es für die Menschheit erst dann ein relevantes Problem wird, wenn es den Menschen direkt betrifft: In denersten Sektoren befindet sich das Plastik schon im Meer aber der Mensch wird erst aufmerksam, als die Fische beginne, das Plastik zu fressen und die Möglichkeit besteht, dass es einen Affekt auf den Menschen direkt hat.

Das Bild soll an eine Uhr erinnern, die bald abläuft „denn die Zeiger stehen kurz VOR 12“. Die Uhr ist nicht umrandet, sie hat keinen Rahmen, dies soll veranschaulichen dass es Hoffnung gibt und die Möglichkeit besteht, etwas zu verändern. Außerdem soll gezeigt werden, dass es nicht nur um dieses plakative Beispiel geht - die Uhr steht für unser negatives Eingreifen in die Natur.

Das Bild soll zum Nachdenken anregen. Obwohl es eine simple Geschichte darstellt, soll es noch anregen, selbst zu interpretieren.

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