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Weniger Fleisch schützt das Klima und die Gesundheit

Mehr von der Pflanze, weniger vom Tier – das ist die Basis einer gesunden, ökologischen Ernährung. Wie Sie Fleisch reduzieren und neue Gewohnheiten in Ihren Ernährungsalltag bringen können.

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Lukas Bieri/Pixabay

Zu viel, zu fett, zu süß und zu viel Fleisch – die typische westliche Ernährung entspricht meist nicht den Empfehlungen der ErnährungsexpertInnen. „Wer weniger Fleisch, Wurst, Milchprodukte und Eier isst, reduziert die Aufnahme gesättigter Fettsäuren, die mit Übergewicht und  Fettstoffwechselstörungen in Zusammenhang stehen“, erklärt Mag. Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin Umweltberatung Wien.

Kalorien sparen für ein besseres Klima

Weniger tierische Lebensmittel zu essen, wirkt sich nicht nur positiv auf unsere Gesundheit aus, sondern schont auch die Umwelt. Die Produktion von Fleisch, Wurst & Co braucht mehr Fläche und Energie als die von pflanzlichen Lebensmitteln. Bei Rindfleisch und Eiern aus intensiver Landwirtschaft werden im schlechtesten Fall bis zu 40 kcal an fossiler Energie investiert, um 1 kcal für die Ernährung zu produzieren. Rund 6 Millionen Tiere werden jährlich in Österreich geschlachtet, ein großer Teil leidet unter nicht tiergerechten Haltungsbedingungen. Eine Reduktion der tierischen Lebensmittel hat also durchaus Potenzial zum Klimaschutz und verringert Tierleid.

Mehr von der Pflanze – weniger vom Tier

Neue Ernährungsgewohnheiten brauchen Zeit und neue Ideen. Eine extreme Änderung, wie zum Beispiel der komplette Verzicht auf Fleisch, ist nicht einfach umzusetzen – Rückfälle sind programmiert. "Eine bewusste Änderung kann auch den Genuss erhöhen, weil man beispielsweise neue Rezepte ausprobiert und ganz neue Geschmäcker erlebt. So lässt sich der Anteil von Fleisch langsam verringern. Dafür kann man den Anteil an Linsen, Bohnen, Vollkorn und Gemüse stetig erhöhen“, empfiehlt die Ernährungswissenschafterin.

Hülsenfrüchte

Linsen, Bohnen und Erbsen sind eine ausgezeichnete Wahl für die Umwelt. Für den Anbau wird sehr wenig Fläche benötigt, und die Produktion hat einen sehr geringen Klima-Fußabdruck. Bei Bio-Hülsenfrüchten werden keine Pestizide eingesetzt.

Tofu, Sojaschnetzel und Tempeh aus Soja

In Österreich verkaufte Sojaprodukte sind gentechnikfrei. Direkt für den menschlichen Verzehr ist Soja eine ausgezeichnete Wahl. Der Großteil des weltweit angebauten Sojas wird allerdings verfüttert. Umweltprobleme, die durch Soja verursacht werden, hängen mit dem steigenden Fleischkonsum zusammen. Bei Bio-Soja werden keine Pestizide eingesetzt.

Seitan

Seitan ist ein Produkt auf Weizenbasis, das oft als Fleischersatz verwendet wird. Die Umweltauswirkungen von Seitan sind im Vergleich zu tierischen Produkten sehr gering. Bei Bio-Seitan werden keine Pestizide eingesetzt.

Weitere Infos: Ernährungstipps zum Fleischersatz:  www.fleisch-ist-uns-nicht-wurscht.at

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